Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Du stellst meine Füsse auf weiten Raum

Das neue Hungertuch verweist auf die Zerbrechlichkeit dieser Welt und den Mut, neue Schritte zu wagen. In der reformierten Kirche Meilen wird es während der Passionszeit bis Karfreitag zu sehen sein. Am ersten Passionssonntag, dem 21. Februar, steht es im Zentrum des Gottesdienstes.

  • Das Misereor-Hungertuch 2021/22 von Lilian Moreno Sánchez. Foto: zvg

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Der gebrochene Fuss sticht in diesem dreiteiligen Bild ins Auge. Als Grundlage diente der Künstlerin Lilian Moreno Sánchez ein Röntgenbild. Es zeigt den Fuss eines Menschen, der im Oktober 2019 in Chile gegen die soziale Ungleichheit im Land demonstrierte und dabei verletzt wurde und trägt den Titel «Du stellst meine Füsse auf weiten Raum». Der Fuss steht für die Verletzlichkeit der Menschen, aber auch für die Verletzlichkeit der Systeme, in denen wir uns bewegen. 

Die Corona-Krise hat eindrücklich gezeigt, wie schnell das Fundament der Gesellschaft oder das, was wir dafür hielten, ins Wanken gerät. Die Schöpfung als Summe und Grundlage allen Lebens ist seit längerem durch die Klimaerwärmung bedroht. Dabei zeigt sich, dass wir Menschen nebst unserer eigenen Verletzlichkeit auch andere verletzen können. Gerne geht vergessen, dass die Verwundbarkeit von Natur und Mensch in gegenseitiger Abhängigkeit steht und eine intakte Schöpfung die Voraussetzung für gesundes Leben ist.

«Klimagerechtigkeit jetzt» heisst aus diesem Grund die diesjährige Kampagne der kirchlichen Hilfswerke «Brot für alle» und «Fastenopfer».

Gottesdienst zum Hungertuch, Sonntag, 21. Februar, 9.45 Uhr, reformierte Kirche, Pfarrerin Jacqueline Sonego Mettner.

xeiro ag