Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Die hohe Kunst des Alterns

Die ersten öffentliche Veranstaltung im Rahmen des Zyklus 2020 des Forum angewandte Gerontologie trägt den Titel «Gut altern will gelernt sein». Es referiert Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otfried Höffe, Philosophisches Seminar, Universität Tübingen.

Wir alle werden täglich älter, trotzdem will Altern gelernt sein. Denn alt werden will jeder, alt sein aber niemand. Früher war die einschlägige Kunst des Alterns der hochgeachtete Teil einer Philosophie des guten Lebens, heute ist sie schon des längeren unbekannt. 

Der Vortrag will helfen, eine philosophische, zur Erfahrung und den Erfahrungswissenschaften hin offene «Kunst des Alterns» zu erneuern. Der angeblichen Gefahr einer alternden Gesellschaft hält er die Wirklichkeit der «gewonnenen Jahre» entgegen: dass wir sowohl körperlich und geistig als auch gesellschaftlich und seelisch deutlich länger frisch bleiben. 

Dies trifft vor allem dann zu, wenn wir den Ratschlag der «vier L» beherzigen und durch Laufen, Lernen, Lieben und Lachen den Altersschwächen entgegenarbeiten. Dabei soll hier der zweite Gesichtspunkt, das Lernen, ein besonderes Gewicht erhalten. 

Der Vortrag erinnert an klassische Vorbilder einer Philosophie des gelungenen Alterns und an deren Leitgedanken, das Alter als eine Zeit der Ernte. Er stellt die goldene Regel einer Sozialethik des Alterns auf und skizziert das Muster eines Lernprozesses, in Würde glücklich zu altern.

«Die hohe Kunst des Alterns»,  Donnerstag, 16. Januar, 17.30 bis ca. 20 Uhr. Festsaal im Haus Wäckerling, Tramstrasse 55, Uetikon am See.

www.forum-gerontologie.ch

xeiro ag