Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Die Einkaufshilfe ist gefragt

Anfang letzter Woche hat Jessica Mor von der Wachtvereinigung Dorfmeilen (WDM) die Meilemer Nachbarschaftshilfe ins Leben gerufen: Unter Telefon 079 151 87 72 kann man sich melden, wenn man den Wocheneinkauf von freiwilligen Helfern erledigen lassen möchte, weil man selber das Haus nicht verlassen darf oder möchte.

  • Die Helferin und Vorstandsmitglied der Dorfwacht Sandra Kubli (links) überbringt der «Kundin» Erika Giebels die Einkäufe. Foto: zvg

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«Es ist sehr, sehr gut angelaufen», sagt Jessica Mor. Waren es am Anfang noch ein bis zwei Einsätze pro Tag, stieg die Anzahl Anrufe nach dem Artikel im Meilener Anzeiger letzten Freitag rasch an, und bis Anfang dieser Woche rückten die freiwilligen Einkaufshelfer insgesamt 65 Mal aus. Inzwischen sind 90 Helferinnen und Helfer aus allen Meilemer Quartieren registriert, aber es werden noch mehr benötigt, um Engpässe zu vermeiden (Registrierung unter www.quartiernetz.org).

Zu Beginn war die Nachbarschaftshilfe einfach eine Telefonnummer, ein Handy und eine Helferliste, koordiniert von Jessica Mor. In den letzten Tagen wurde das Angebot aber professionalisiert. Informatiker Dieter Stokar vom Quartierverein Feldmeilen hat gemeinsam mit Martin Kopp ein System aufgebaut, das auch einer grösseren Nachfrage standhält. Gemeinderat Hanspeter Göldi ist das Bindeglied zur Gemeinde, und die Jugendarbeit wird die Zentrale des Telefons bedienen.

«Wir sind total begeistert, wie unkompliziert und dankbar unsere ‘Kunden’ sind», sagt Jessica Mor. Es waren zuerst hauptsächlich ältere Senioren und Seniorinnen, jetzt sind es auch fitte 65-Jährige oder Angehörige von Risikogruppen, die anrufen. «Nur vereinzelt gab es Senioren, die sich ‘das Abwaschmittel vom Coop, den Schinken aus dem Migros und das Joghurt aus dem Volg’ wünschten», sagt Jessica Mor und lacht, «inzwischen ist klar: Wenn immer möglich alles aus demselben Laden bestellen und nicht häufiger als einmal pro Woche.»

xeiro ag