Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Daumenarthrose! Was ist zu tun?

Anders als die vier Langfinger erlaubt der Daumen dank seiner Drehfunktion das gezielte Umfassen von Gegenständen. Im Alltag ist der Flaschengriff ein gutes Beispiel für diese sogenannte Oppositionsfunktion. Aber was für Gesunde völlig problemlos ist, kann für Menschen mit einer Arthrose im Daumengrundgelenk zu einem fast unüberwindbaren Hindernis werden.

So lassen sich Drehverschlüsse von Flaschen oder Dosen vielfach nur noch mit Trickbewegungen oder Hilfsmitteln öffnen. 

Häufigste Ursache für diese Behinderung ist die Arhrose des Daumengrundgelenks. Kommt es zum Krafteinsatz der Hand, so kann dieser wegen der Abützung des kleinen Sattelgelenks äusserst schmerzhaft sein. Die Schmerzen führen zu einem Kraftverlust und damit einem Funktionsausfall. In späten Phasen der Gelenkszerstörung kommt es oft auch zu einem sichtbaren «Überbein». Dieses weist auf eine schon fortgeschrittene Gelenkszerstörung hin. 

Die Sattelgelenksarthrose tritt schleichend meist im dritten Lebensabschnitt auf. Eine spezifische Ursache ist nicht bekannt, jedoch kann ein vorausgegangener Unfall zur Entstehung beitragen. Betroffen sind mehr Frauen als Männer. Zu Beginn lassen sich die Einschränkungen der Daumenfunktion mit Hilfsmitteln oder Trickbewegungen gut kompensieren. Erreicht die Beeinträchtigung aber ein Ausmass, welches beispielsweise eine angemessene Körperpflege verunmöglicht, so ist eine Abklärung unerlässlich. Während die klinische Untersuchung meist eine Diagnose erlaubt, muss das Ausmass der Gelenkszerstörung mit Röntgenbildern geklärt werden. 

Die Behandlung richtet sich nach der Beeinträchtigung und dem Ausmass der Knochenzerstörung. In leichterern Fällen kann mit einer Spritze ins Gelenk oft für längere Zeit Schmerzfreiheit erreicht werden. Ist die Gelenkszerstörung fortgeschritten, so kommen Kunstgelenke oder andere Verfahren zum Einsatz. Die bewährten Operationen zeichnen sich durch eine hohe Sicherheit und ausgezeichnete Langzeitresultate aus. Welchem Verfahren der Vorzug gegeben wird hängt vom Einzelfall ab. Operationen können meist ambulant und in Kurznarkose durchgeführt werden. Während der 6-wöchigen Nachbehandlung wird eine Daumenschiene getragen. Eine Handtherapie ist in der Regel nicht erforderlich und je nach Händigkeit und Beruf beträgt die Arbeitsunfähigkeit meist nur wenige Tage. 

arthromedmeilen,

Dr. med. Hans Stalder, Facharzt für Orthopädie Gelenkschirurgie FMH, Winkelstrasse 30, Meilen.

Tel. 043 844 08 88.

www.arthromedmeilen.ch

 

xeiro ag