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Das neue «Lycka» hat offen

Eine energiegeladene internationale Crew hat am Montag das neue Dorfplatz-Café «Lycka» eröffnet. Diese Woche noch mit Take Away über d’Gass; ab nächster Woche geht's dann richtig los.

  • Sie leiten die neue Kaffeebar mit Bistro: Tina De Barro, Lil Kelemen und Janet Thuma (v.l.). Foto: MAZ

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Endlich wieder mehr Leben auf dem Dorfplatz! Am letzten Montag kurz nach 9 Uhr öffneten sich die Türen des ehemaligen «Glück», das mehr als ein Jahr lang verwaist war, fast hätten die ersten Gäste vor der Türe Applaus gespendet.

Freude herrscht!

Der neue Name des Lokals lautet «Lycka» (sprich «Lükka») – «Freude» auf Schwedisch. Mit frischem schwedischem Gebäck, duftendem Kaffee und prickelndem Prosecco wurden die Neugierigen und die nach und nach eintreffenden zahlreichen Freunde und Bekannten der Gastgeberinnen verwöhnt. Gleichzeitig gab man sich alle Mühe, die Abstands- und Hygieneregeln des BAG einzuhalten. «Die Corona-Richtlinien von Gastrosuisse bedeuten für uns einen Riesenaufwand», sagt Mitinhaberin Tina De Barro. Aber natürlich werde alles so eingerichtet, wie es vorgeschrieben ist.

Unterschiedliche Backgrounds

Hinter Lycka stecken drei Frauen zwischen 43 und 53 Jahren: Neben Tina De Barro aus Meilen sind es Janet Thuma und Lil Kelemen. Die Meilemer Haus-Bäckerin und Schwedin Paula Andersson ergänzt das Team. Die drei haben ganz unterschiedliche berufliche Backgrounds, sind Familienfrauen und stammen aus der Schweiz und aus Schweden. Während Tina De Barro in den Bereichen Fotografie, Liegenschaftenverwaltung und internationale Kommunikation arbeitete, ist Janet Thuma u.a. Ernährungsberaterin und Lil Kelemen Projektmanagerin.

Tina De Barro war oft Gast im ehemaligen «Glück». Als sie hörte, dass Patricia Cecilia das Café aufgibt, bewarb sie sich darum, das Lokal zu übernehmen. Gleichzeitig reichten die Schwedinnen Janet und Lil ihr Konzept ein, und schliesslich taten sich die drei zusammen, um das Lycka zu gründen. Denn sie haben das gemeinsame Ziel, einen Treffpunkt für geselliges Beisammensein und für reale Begegnungen zu schaffen – auch als Gegentrend zur immer präsenter werdenden virtuellen Welt. Unterstützt werden sie von einem Profi-Koch und einem Hilfskoch sowie von André Knecht, einem gastronomischen Berater, der auch selber im Einsatz stehen wird.

Längere Öffnungszeiten

Anders als im ehemaligen Glück gibt es im Lycka vorerst keine Accessoires zu kaufen, weder Duftkerzen noch Servietten noch Dekokissen stehen in den Gestellen. Dadurch wirkt das Lokal luftiger und «cleaner», obwohl an der Einrichtung nichts Grundsätzliches geändert wurde. 

Das Lycka bietet nun viel längere Öffnungszeiten an, auch sonntags und abends stehen die Türen offen. Grundsätzlich kann das Lokal von 07.00 Uhr bis 22 Uhr und freitags bis samstags bis Mitternacht offen sein. Aktuell ist von 8 bis 20 Uhr Take Away möglich, es werden Kaffee, Tee, Gebäck, Kuchen, Salad Bowls, Sandwiches, Foccacia, Burgers mit Wedges, Pasta und Drinks angeboten. Die Getränke kommen von Schwarzenbach Weinbau, Getränke Rauch oder Rosy’s Gin, also aus Meilen selber: Es wird grundsätzlich mit lokalen Anbietern wie auch der Bäckerei-Konditorei Brandenberger, Fischer Grieser und Metzgermeister Luminati zusammengearbeitet. 

Hat man seinen Snack erhalten, gibt es auf dem Dorfplatz und auf der Dorfplatztreppe genügend Möglichkeiten, um gemütlich zu sitzen, einige Tische und Stühle stehen bereits bereit. Für «nach Corona» sind auch Happy Hour und ein After-Work-Angebot geplant.

Essen im Bistro ab Montag möglich

Ab kommendem Montag wird es auch möglich sein, im Bistro zu sitzen. Unter Einhaltung der Zwei-Meter-Abstandsregeln werden etwa 30 Personen Platz haben, draussen auf dem Dorfplatz an blauen Tischen noch einige weitere. Auch an der Bar kann man gut mit zwei Metern Abstand zum nächsten Gast Platz nehmen. 

Eine Plexiglasscheibe an der Kasse wurde bereits montiert, die Bedienung trägt Handschuhe, jedoch keine Gesichtsmaske. Tagsüber ist Selbstbedienung, das heisst, man bestellt an der Theke, bezahlt auch gleich und bekommt das Essen dann gereicht oder serviert, je nachdem, ob es sich um Gipfeli und Kaffee oder einen Teller Teigwaren handelt. 

«Wir freuen uns darauf, zu sehen, wie dieses moderne Selbstbedienungssystem ankommt und sind diesbezüglich sehr zuversichtlich», sagt Tina De Barro. Veränderungen seien aber immer möglich: «Wir werden uns in allen Belangen natürlich an den Kundenbedürfnissen orientieren, uns ist das wichtigste, dass der Gast glücklich ist.» 

Allenfalls werden die Öffnungszeiten der speziellen Situation wegen zunächst noch reduziert sein: Die aktuellen Zeiten sind online unter www.lyckacoffeebar.com zu finden.

xeiro ag