Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Das Gewerbe soll im Dorf bleiben

Der Handwerks- und Gewerbeverein Meilen rät dringend davon ab, an der kommenden BZO-Gemeindeversammlung den Anträgen rund um eine Herabsetzung des Pflichtgewerbeanteiles in Feldmeilen und Dorfmeilen zuzustimmen.

In Feldmeilen liegt heute zwischen der Seestrasse und der Bahnlinie ein Wohngebiet WG 2.4 mit vorgegebenem Pflichtgewerbeanteil. Dies soll nach dem Willen des Gemeinderats mit der neuen BZO so bleiben. Dies ist aus der Sicht des Handwerks- und Gewerbevereins absolut sinnvoll – denn eine gute Durchmischung von Wohnen und Arbeiten resp. Wohnen und Gewerbe ist für ein lebendiges Dorf unabdingbar.

Eine Gruppe von Meilemern scheint dies anders einzuschätzen und plant deswegen an der BZO-Gemeindeversammlung Anträge zu stellen mit dem Ziel, in diversen Gebieten die WG 2.4-Zonen neu in reine Wohnzonen W 2.4 umzuzonen, also ohne den bisherigen Pflichtgewerrbeanteil (siehe u.a. Leserbrief von Christoph Busenhart, Feldmeilen, im MAZ vom 4. September 2020).

Der Handwerks- und Gewerbeverein Meilen möchte dazu dezidiert Stellung nehmen: Er vertritt die Ansicht, dass das Gewerbe nicht weiter aus Meilen verdrängt werden darf. Meilen soll nicht zur reinen Schlafgemeinde werden. Und ortsansässige Handwerker und Gewerbetreibende sollen künftig nicht dazu gezwungen werden in anderen Gemeinden Gewerberäume mieten zu müssen – schlicht, weil in Meilen zu wenig Gewerberaum verfügbar ist und/oder für sie nicht bezahlbar ist.

Es mag sein, dass mit Wohnungen mehr Profit erzielt werden kann. Für ein gutes Alltagsleben und eine gesunde soziale Durchmischung ist die Entwicklung hin zu reinen Wohnquartieren hingegen Gift. Deswegen: Stimmen Sie Nein zu all den Anträgen, die eine Umzonung der WG 2.4-Zonen zu W 2.4 Zonen anstreben.

xeiro ag