Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Bitte Zeit mitbringen!

Seit über zwanzig Jahren hat Meilen einen eigenen Wuchemärt, doch so spät wie dieses Jahr war die Saisoneröffnung noch nie. Am kommenden Freitag geht es nun definitiv wieder los.

  • Am Freitag in einer Woche gibt es auf dem oberen Dorfplatz Gemüse aus der Schweiz und Köstlichkeiten aus aller Welt. Foto: zvg

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Eigentlich hätte der 27. März der erste Markttag sein sollen, wegen der Coronakrise waren aber auch alle Märkte verboten. Nun ist der Lockdown vorbei, und so werden die Marktfahrer mit siebenwöchiger Verspätung ab Freitag, 15. Mai, 7.30 Uhr wieder auf dem oberen Dorfplatz (bei der UBS) ihre Waren feilbieten. Der Markt hat offen bis um 11 Uhr.

«Es ist alles mit der Sicherheitsabteilung der Gemeinde Meilen abgesprochen», sagt Marktchefin Monika Grieser: «Wir können die Stände genauso aufstellen wie immer, es ist für einen ausreichenden Sicherheitsabstand gesorgt.» So oder so sind die Marktfahrer durch ihre mehr als einen Meter tiefen Stände von den Kundinnen und Kunden getrennt. Maskenpflicht herrscht keine.

Gebäck, Früchte und eine mobile Bar

Das Angebot lässt sich wie immer sehen und deckt fast alle Bedürfnisse ab: Es gibt frische Zürichseefische je nach Fang von der Fischerei Grieser; Zopf, Kleingebäck und Brot von Bäuerin Yolanda Nyffenegger (sie wechselt sich mit der Meilemerin Susi Vontobel ab); Gemüse und Obst in Demeter-Qualität von der Stöckenweid; exotische Früchte aus Direktimport von Marie Dubach; hausgemachte italienische Spezialitäten von Michele Calleri; aus Italien importiertes Gemüse und später auch Thurgauer Erdbeeren und Himbeeren von «Gmüesler» Sergio; hausgemachte mediterrane Spezialitäten von Ayhan Karmis, Blumen von Klaus und Süssigkeiten von Andreas Brandenberger (Brandis Spezialitäten). Migrantinnen aus Erlenbach bieten neu im Rahmen eines Projektes Spezialitäten aus ihrem Land an, so zum Beispiel aus Indien, Syrien, Jordanien oder Marokko.

Ab Ende Mai kommt dann noch Bea Seiler dazu, die geräuchten Wildlachs aus Alaska anbietet. Von Anfang an dabei sind Franzi und Julia mit ihrer mobilen Piaggio-Bar, bei ihnen gibt es Drinks und Kaffee für den Schwatz an der frischen Luft. Abstand ist auch hier kein Problem.

«Wir wissen nicht, was uns erwartet»

«Es lässt sich nur schwer abschätzen, wie gross der Andrang sein wird und wir wissen nicht genau, was uns erwartet», sagt Monika Grieser. Einerseits habe sie keine Bedenken, dass die Leute nicht kommen. Anderseits gilt immer noch «stay at home», und so könnte es doch etwas weniger Kundschaft haben als an einem normalen Freitag. Die Marktfahrer haben jedenfalls vor, die übliche Menge an Waren mitzubringen und anzubieten – nicht mehr und nicht weniger, und sowieso gilt «es hät, solangs hät». 

Eine Bitte ans Publikum hat Monika Grieser aber doch: «Bitte bringt genug Zeit mit!» So ist jederzeit gewährleistet, dass alle erforderlichen Abstände gemäss Empfehlung des Bundesamtes für Gesundheit eingehalten werden können.

Saison bis 20. November

Wenn nun alles nach Plan läuft, wird die Marktsaison bis am 20. November laufen. Was Corona geschafft hat, können Wind, Regen Schnee oder Hitze nicht: «Wir sind bei jedem Wetter jeden Freitag für Sie da», versichert Monika Grieser. Einzige Ausnahme: Falls die Chilbi stattfinden kann, wird am Chilbi-Freitag, 18. September kein Markt sein.

xeiro ag