Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Bei Beschwerden zum Arzt

Bei der Suche nach einem spannenden, medizinisch aktuellen Thema, das für einmal nichts mit dem Coronavirus zu tun hat, bin ich nun doch nicht daran vorbeigekommen. Einen Bericht in einer medizinischen Fachzeitschrift der mich fast etwas schockiert hat, möchte ich gerne mit Ihnen teilen.

Gemäss den aktuellen Weisungen des BAG sollte man nur in dringenden Fällen den Arzt oder das Spital aufsuchen.

So auch geschehen in den USA bei einem 52-jährigen Amerikaner mit starken Brustschmerzen mit Ausstrahlung in den linken Arm und Atemnot. Der herbeigerufene Notarzt schrieb ein EKG und fand keine offensichtliche Ursache für die Beschwerden. Er riet dem Patienten aber, im Moment möglichst weder ein Spital noch einen Arzt aufzusuchen, um die dortigen Ressourcen nicht zu strapazieren und sich selber und andere nicht mit SARS-CoV-2 anzustecken. Er solle warten, bis es besser würde. Am nächsten Tag aber waren die Beschwerden keinesfalls besser. Die Ehefrau rief einen bekannten Arzt an, der sofort reagierte und den Patienten ins Spital überwies, wo schliesslich ein Herzinfarkt diagnostiziert und die Behandlung umgehend eingeleitet wurde. So weit so gut, es hätte jedoch auch anders enden können.

Gerne möchte ich mit diesem Beispiel unbedingt darauf hinweisen, dass akute Beschwerden, die auf eine schwere Erkrankung hinweisen könnten, auch zum jetzigen Zeitpunkt unbedingt möglichst rasch behandelt werden müssen. Sei es ambulant in der Arztpraxis oder auf der Notfallstation des Spitals. Wir sind nun vertraut mit den vorgeschriebenen Hygienemassnahmen und halten diese sowohl in der Praxis als auch im Spital penibel genau ein, um eine mögliche Verbreitung des Virus einzudämmen oder zu verunmöglichen. Bei Unklarheiten über das Vorgehen kann jederzeit vorgängig telefonischer Rat eingeholt werden.

Dr.med. Melanie Bührer,

Dorfstr. 24, Meilen,

Tel. 044 923 25 71

m.buehrer@hin.ch

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