Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Altes Schulhaus Dorf bleibt im kommunalen Inventar

Kommandantenwechsel bei der Stützpunktfeuerwehr, Behindertengerechter Ausbau der Bushaltestelle In der Au, Stellungnahme zur Totalrevision des Sozialhilfegesetzes, Gründung der Telimag AG und die Entwicklung des Meilemer Dorfzentrums

Kommandantenwechsel bei der Stützpunktfeuerwehr

Major Thomas Osterwalder hat per 31. Dezember 2018 seinen Rücktritt als Kommandant der Stützpunktfeuerwehr erklärt. Der Gemeinderat hat Hauptmann Martin Siegrist zum neuen Stützpunktkommandanten ab 1. Januar 2019 gewählt. Der Gemeinderat ist überzeugt, dass Martin Siegrist als langjähriger, motivierter und fachlich ausgezeichneter Offizier die Feuerwehr Meilen in eine erfolgreiche Zukunft führt. Er konnte bereits als Löschzugkommandant und Mitglied des Kommandos Erfahrungen sammeln und darf auf eine hohe Akzeptanz bei den Kadern und der Mannschaft der Feuerwehr zählen. Der Gemeinderat gratuliert Martin Siegrist herzlich zu seiner Wahl und wünscht ihm für seine verantwortungsvolle und herausfordernde Aufgabe viel Erfolg und nur das Beste.

Der Gemeinderat Meilen bedankt sich herzlich bei Thomas Osterwalder für seinen ausserordentlich langen Einsatz in der Feuerwehr und für die Leistungen, die er in den vergangenen acht Jahren als Stützpunktkommandant erbracht hat. Bereits 1990, kurz nach seinem Zuzug in Meilen, ist Thomas Osterwalder in die Stützpunktfeuerwehr Meilen eingetreten. Das Engagement in der Feuerwehr war für ihn der optimale Weg, einen höchst verdankenswerten Dienst an der Allgemeinheit zu erbringen und sich ins Meilemer Dorfleben zu integrieren. In der Mannschaft durfte er grosse Kameradschaft kennenlernen. Unter seinem Kommando hat die Stützpunktfeuerwehr manch wichtigen Einsatz geleistet. Neben Brandlöschung, die heutzutage nur noch einen kleinen Teil der Einsätze ausmacht, standen Öl- und Chemiewehr, Wasser- und Natureinsätze, aber auch Rettungen von Mensch und Tier im Zentrum. Nebenbei wurde diversen Katzen von Bäumen herunter und Entenmüttern mit Jungen über stark befahrene Strassen geholfen.

Thomas Osterwalder ist dankbar, dass er und seine Mannschaft nie zu einem schweren Verkehrsunfall mit Todesopfern ausrücken mussten. Nach seiner Zeit als Kommandant, die er von Beginn weg auf acht Jahre begrenzt hat, wird Thomas Osterwalder sich wieder intensiver seiner beruflichen Tätigkeit als Mitinhaber des Ingenieurbüros OGB AG widmen. Und sehr wahrscheinlich trifft man ihn dann auch wieder häufiger beim Biken im Wald oder beim Langlaufen im Engadin an. 

Behindertengerechter Ausbau der Bushaltestelle In der Au

Die Bushaltestelle In der Au soll ebenso wie die Bushaltestelle Dollikon behindertengerecht ausgebaut werden. Geplant sind richtungsgetrennte Aus- und Einstiege für die Endhaltestelle In der Au, damit die Passagiere das Wendemanöver der Busse nicht mitfahren müssen. Der Ausstieghalt kann aufgrund der angrenzenden privaten Parkfelder nicht über die gesamte Länge behindertengerecht ausgebaut werden. Im Projekt enthalten sind zudem die Erneuerung von Wasserleitungen und Elektroversorgung in der Strasse In der Au sowie die Strassensanierung im Abschnitt Charrhaltenstrasse bis Wendeplatz. Das Projekt liegt während 30 Tagen in der Tiefbauabteilung, Bahnhofstrasse 35, 8706 Meilen öffentlich auf.

Stellungnahme zur Totalrevision des Sozialhilfegesetzes

Seit Inkrafttreten wurde das geltende Sozialhilfegesetz achtmal revidiert und hat dadurch an Übersichtlichkeit verloren. Der Regierungsrat hat deshalb – und weil zudem materieller und formeller Anpassungsbedarf besteht – die Sicherheitsdirektion mit einer Totalrevision beauftragt. Die Sicherheitsdirektion hat einen Gesetzesentwurf erarbeiten lassen und diesen den politischen Gemeinden wie auch den Sozial- und Fürsorgebehörden der Gemeinden zur Stellungnahme bis am 31. Dezember 2018 übermittelt. In seiner anfangs Dezember übermittelten Stellungnahme hält der Gemeinderat Meilen die folgenden Punkte als wichtigste Punkte fest: klare Trennung zwischen strategischer Ebene (Sozialbehörde) und operativer Ebene (Sozialdienst), zweistufiges Rechtsmittelverfahren (Sozialbehörde, Bezirksrat), Ablehnung der vorgeschlagenen Staatsbeitragsregelung, da sie mit einer Kostenverlagerung zulasten der Gemeinde verbunden wäre sowie Forderung nach stärkerer Einbindung des Kantons in die im Asylwesen anfallenden Kosten. 

Gründung der Telimag AG

An der Urnenabstimmung vom 23. September 2018 hat der Souverän der Fusion von Energie und Wasser Meilen AG (EWM AG), Energie Uetikon AG und Wasser Uetikon AG zur Infrastruktur Zürichsee AG zugestimmt. Der Fusionsvertrag muss anfangs 2019 noch durch die Generalversammlungen der drei Gesellschaften genehmigt werden. Anschliessend wird er im Frühjahr 2019 rückwirkend per 1. Januar 2019 rechtsgültig unterzeichnet. In der Vorlage vom 23. September 2019 enthalten war die Abspaltung der Bereiche Telecom und Liegenschaften von der Energie und Wasser Meilen AG. Ein entsprechender Spaltungsplan wurde erstellt, vom Handelsregisteramt vorgeprüft und vom Verwaltungsrat der EWM AG verabschiedet. Nun hat auch der Gemeinderat Meilen dem Spaltungsplan zugestimmt, sodass die Telimag AG an der ausserordentlichen Generalversammlung der EWM AG am 20. Februar 2019 rückwirkend per 1. Oktober 2018 gegründet werden kann.

Entwicklung des Meilemer Dorfzentrums

Es ist dem Gemeinderat ein grosses Anliegen, die Attraktivität des Meilemer Dorfzentrums zu erhöhen und Meilen als regionalen Einkaufsort zu erhalten. Aus diesem Grund soll am heutigen Standort des nördlichen Anbaus des ehemaligen Sekundarschulhauses ein Wohn- und Gewerbehaus entstehen. Der private Gestaltungsplan liegt noch bis Ende Januar 2019 bei der Hochbauabteilung auf. 

Ein weiterer Baustein der Dorfkernentwicklung ist das Projekt Saalbau und die Bereitstellung von Räumlichkeiten für die Bibliothek/Ludothek. Im Frühling 2018 hatte der Gemeinderat beschlossen, das Alte Schulhaus Dorf aus dem kommunalen Inventar der schutzwürdigen Bauten zu entlassen. Dies vor dem Hintergrund des angestrebten Planungswettbewerbs. Es sollte Klarheit darüber bestehen, ob das Alte Schulhaus Dorf erhalten bleiben soll oder nicht. Eine Schwierigkeit bei den Erwägungen zum Alten Schulhaus Dorf stellen die verschiedenen Inventare dar. Auf Ebene der Gemeinde gibt es das kommunale Inventar der schutzwürdigen Bauten, in das das Alte Schulhaus Dorf aufgenommen ist. Auf kantonaler Ebene besteht das Inventar der schutzwürdigen Ortsbilder von überkommunaler Bedeutung (KOBI), in dem das Alte Schulhaus Dorf nicht enthalten ist. Im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) schliesslich ist das Alte Schulhaus Dorf als bedeutender Bau mit Erhaltungsziel ausserhalb des Ortskerns aufgelistet. 

Gegen die Entlassung aus dem kommunalen Inventar hat der Verein Zürcher Heimatschutz im Frühsommer 2018 Beschwerde erhoben. Im Gespräch mit dem Heimatschutz und dem Baurekursgericht hat sich gezeigt, dass das Schulhaus als solches einen ortsprägenden Charakter hat. Der Gemeinderat hat deshalb entschieden, das Alte Schulhaus Dorf im kommunalen Inventar der schutzwürdigen Bauten zu behalten. Damit ist die nötige Planungssicherheit für den Projektwettbewerb gegeben. Das Gebäude soll aber energetisch saniert werden können. Wichtig ist dem Gemeinderat zudem, dass Eingriffe am und im Gebäude vorgenommen werden können, um zum einen die Öffnung zum Dorfplatz und zum andern im Innern eine sinnvolle Nutzung zu ermöglichen.

xeiro ag