Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

«Ab die Post» – eine kantonale Premiere

Alain Chervet, Gemeinderat und Co-Präsident der Mittwochgesellschaft Meilen, konnte am vergangenen Samstagabend in einem gut gefüllten Jürg-Wille-Saal das Publikum zur kantonale Premiere von «Ab die Post» begrüssen.

  • Röbi, Geri und Aissata (v.l.) haben mit diversen Problemen zu kämpfen. Foto: MAZ

1/1

Die neue Komödie von Beat Schlatter und Christoph Fellmann erlebte nach der Try-out-Vorstellung in Mels (SG) ihre erst zweite Aufführung hier in Meilen.

Mimik- und gestenreiches Spiel allenthalben 

Die Poststelle, auf der Geri (Beat Schlatter) und Röbi (Christoph Fellmann) arbeiten, ist nicht rentabel. Ihr Chef, Postkreisdirektor André Schütz (Pascal Ulli, ebenfalls Regie), droht ihnen mit der Schliessung der Poststelle, sofern sie nicht binnen Kürze den Umsatz um 300 Prozent steigern. Also entwickeln sich die eifrigen Postbeamten von Beamten zu Geschäftsmännern, um den Umsatz anzukurbeln. Sie bieten Gratis-Dienstleistungen an wie Kartoffelschälen, Ferienbtreuung des Papageis, Töffli-Frisieren und vieles mehr. Sie machen zahllose Überstunden, ohne dass der Umsatz merklich gesteigert wird. Sie beschliessen daher, ihr «Nebengeschäft» auszuweiten und bei ihren Hausbesuchen enttarnte Sozial- und andere Betrüger zu erpressen. Das so eingenommene Geld waschen sie über die Schein-Stiftung «Herbst für Tiere».

Die Angelegenheit droht aufzufliegen, als die Journalistin Laura, gespielt von Colette Nussbaum, Fragen zu stellen beginnt. Auf eine Lüge folgt die nächste. Denn nun müssen Geri und Röbi auch noch einen Bauernhof für die «Tiere im Herbst ihres Lebens» suchen und kaufen.

Turbulente Komödie

Da taucht die aufgeweckte Schülerin Emilia (Alya Burkart) auf, die den beiden auf die Schliche kommt und sie ihrerseits erpresst. Schliesslich ist da noch Aissata (Jennifer Mulinde Schmid), die Raumpflegerin aus Uganda. Auch sie verkompliziert die Situation der beiden Postbeamten zusätzlich. Denn Aissata wurde auf die Strasse gestellt, nachdem ihr Arbeitgeber von den beiden Pöstlern erpresst worden war. Kurzerhand stellen sie Aissata ein, was ihre Probleme nur vorübergehend löst und eher zu noch mehr Turbulenzen führt. Die Ereignisse überstürzen sich, und die Geschichte erfährt jene Schnelligkeit, die man sich von einer Komödie wünscht. Natürlich fehlen in der heiteren Geschichte auch die Lovestory und schlussendlich das Happyend nicht.

Das Publikum erlebte einen vergnüglichen Abend und dankte es den Darstellerinnen und Darstellern mit lang anhaltendem Applaus. Einen Dank, den sich auch die Mittwochgesellschaft zuschreiben darf.

xeiro ag