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8,1 Millionen Franken Corona-Kredite ausgezahlt

In einem anspruchsvollen Jahr, das von der Corona-Pandemie geprägt wurde, war es der Raiffeisenbank rechter Zürichsee wichtig, eine verlässliche Partnerin für ihre Kundinnen und Kunden zu sein.

Im Fokus stand eine unkomplizierte und rasche Unterstützung insbesondere der KMU-Kunden. 

Wachstum auf Ertragsseite 

Die Raiffeisenbank rechter Zürichsee konnte 2020 ein gutes Ergebnis erzielen. Der Gewinn beläuft sich auf 2,45 Millionen Franken, vor allem im Kundengeschäft konnte die Bank stark zulegen und ihre gute Position weiter ausbauen. Die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen stiegen um 5,61 Prozent auf 1‘611 Millionen Franken. 

Christian Stucki, Vorsitzender der Bankleitung, spricht von einem guten Abschluss und ist stolz, dass in diesem herausfordernden Jahr der Umbau des Hauptsitzes Männedorf erfolgreich abgeschlossen werden konnte. 

Das Zinsengeschäft ist nach wie vor der wichtigste Ertragspfeiler der Raiffeisenbank rechter Zürichsee. Trotz des herausfordernden Tiefzinssumfelds konnte der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft gegenüber dem Vorjahr (14,2 Millionen Franken) mit 14,3 Millionen Franken gehalten werden. Auch der Erfolg aus dem Kommissions- und Diensleistungsgeschäft (4,06 Millionen Franken) hat im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen (+15,5 Prozent), wobei der Handelserfolg (1,3 Millionen Franken) um 2,9 Prozent zurückgegangen ist. Der Geschäftsertrag erreichte 20,2 Millionen Franken (Vorjahr 19,7 Mio. Franken).

Zunahme auch bei den Depotwerten

Das Hypothekargeschäft ist auch im Geschäftsjahr 2020 weiter gewachsen. Das Hypothekarvolumen erhöhte sich um 2,1 Prozent auf 1‘286,5 Millionen Franken. Eine sorgfältige Risiko- und Bonitätsprüfung stellt die sehr hohe Qualität der Portfolios sicher. Dass man auch in anspruchsvollen Zeiten für viele Kundinnen und Kunden sowie in einem umkämpften Bankenplatz am rechten Zürichsee ein solches Plus verzeichnen konnte, freut Christian Stucki besonders. «Das ist ein Zeichen des Vertrauens unserer Mitglieder und Kunden und spricht für unsere gute Vernetzung in der Region.»

Auch bei den Depotwerten verzeichnete die Raiffeisenbank rechter Zürichsee eine Zunahme: um 30,3 Millionen Franken auf 634 Millionen Franken. Ein Ergebnis, das im März und April noch nicht zu erwarten gewesen war, als wegen der Corona-Pandemie die Kurse an der Börse stark eingebrochen waren. Da sich die Situation bis Ende Jahr aber erholte und die Kurse wieder auf das Niveau von vor der Krise kletterten, schlägt letzlich doch ein positives Ergebnis zu Buche.

Moderate Kostenentwicklung

Der Geschäftsaufwand (Personal- und Sachaufwand) hat im Berichtsjahr um 0,34% Prozent auf 11,67 Millionen Franken abgenommen. Dies, obwohl mit dem Umbau des Hautpsitzes Männedorf einige direkte Kosten anfielen. Da aber auf fast alle Anlässe verzichtet werden musste – auch die traditionelle Generalversammlung konnte nicht stattfinden – waren die Ausgaben tiefer als im Vorjahr.

Jahresgewinn von 2,45 Millionen Franken

Dank der positiven Ertragslage konnte die Raiffeisenbank rechter Zürichsee im Berichtsjahr einen Jahresgewinn von 2,45 Millionen Franken (-2,59 Prozent) erwirtschaften. Deshalb, und weil es auch für die Raiffeisenbank rechter Zürichsee ein spezielles Jahr war, spricht Christian Stucki von einem soliden Jahresabschluss. Die Pandemie konnte dem stetigen Wachstum also keinen Abbruch tun. «Auf unsere Branche hat sich Covid-19 kaum negativ ausgewirkt.»

Trotzdem hat die Krise die Bank beschäftigt. Insgesamt wurden 143 Covid-19-Kreditanträge verarbeitet und ausbezahlt. Das Gesamtvolumen der ausbezahlten Kredite beträgt 8,1 Millionen Franken. 

Es sei wichtig gewesen, dass die Unternehmen rasch und unkompliziert zu Liquidität gekommen sind. Die lokale Verankerung war in dieser ausserordentlichen Situation von grossem Vorteil. Dafür habe man keinen Effort gescheut. Da die Auswirkungen der Krise auf das Gewerbe und Private immer noch schwierig abzuschätzen sind, werde die ausserordentliche Situation die Raiffeisenbank rechter Zürichsee auch in diesem Jahr beschäftigen. 

xeiro ag