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1. Mai mit Adrian Amstutz

Zahlreiche SVP-Mitglieder und Sympathisanten fanden sich am 1. Mai zum Kleinkaliberschiessen im Schützenhaus Büelen ein. Bei strahlendem Sonnenschein versuchten 39 Schützinnen und Schützen unter kundiger Betreuung der Sportschützen Feld-Meilen ihr Glück.

  • Die Nationalräte am Meilemer 1. Mai-Anlass: v.li. Mauro Tuena, Barbara Steinemann, Adrian Amstutz und Thomas Matter. Foto: Claudia Haggenmacher

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Bei frühlingshaften Temperaturen und warmem Sonnenschein konnten die Gäste in der Gartenwirtschaft ein Glas Wein oder ein kühles Bier mit Wurst und Brot geniessen.

Zudem durfte jedermann beim Kleinkaliberschiessen seine Treffsicherheit testen oder sein Können unter Beweis stellen. 39 Besucher traten an. Der erste Platz ging an Ruedi Grob, dicht gefolgt von Judith Haggenmacher und Beat Kientsch. 

Keine Angst vor einem Schengen-Ausschluss

Nebst dem Meilemer Nationalrat Thomas Matter traf um 16.30 Uhr weiterer hoher Besuch ein. Die Nationalräte Adrian Amstutz, Mauro Tuena und Barbara Steinemann begrüssten die Anwesenden alle persönlich. Anschliessend sprach Adrian Amstutz zu aktuellen politischen Themen.

Betreffend Umsetzung einer Änderung der EU-Waffenrichtlinie berichtete er, dass das Schengen-Abkommen Vor- und Nachteile aufweise. Tatsache sei, dass die Schengen-Aussengrenzen nicht funktionieren würden. Darum brauche es dringend mehr Kontrollen. Dass das neue Waffengesetz der Terrorbekämpfung dienen soll, sei nicht realistisch, sagte Amstutz weiter. Kein Terrorist würde einen Waffenschein lösen, wenn seine Waffe ein Magazin mehr als zehn oder zwanzig Schuss habe. Auch die Suizidrate werde aufgrund der neuen EU-Waffenrichtlinie leider kaum rückläufig sein. Vielmehr werde es eine Reduktion der inneren Sicherheit geben, da die Polizeikräfte mit administrativer Arbeit beschäftigt sein würden (registrieren, kontrollieren, nachfassen), anstatt ihrer eigentlichen Arbeit nachzugehen – der Wahrung der Sicherheit im öffentlichen Raum.

«Die Bedenken, aus dem Schengenraum ausgeschlossen zu werden, sind unbegründet», sagte Amstutz: «Die EU hat kein Interesse daran, dass mit der Schweiz kein Datenaustausch mehr stattfindt.» Ausserdem sei die Schweiz unter anderem für Deutschland ein wichtiger Handelspartner.  

Eine offensichtliche Fehlentwicklung

Die Geschichte zeige überdies, dass die Entwaffnung des Volkes von diktatorischen Regierungen als Mittel zur Unterdrückung benutzt wurde: «Wenn zu einer offensichtlichen Fehlentwicklung nein gesagt werden kann, so muss dies jetzt geschehen.» 

Bezüglich des Rahmenabkommens sei etwas mehr Gelassenheit angezeigt, und die Schweiz dürfe sich nicht unter Druck setzen lassen. Adrian Amstutz erzählte, auf seine Anfrage beim Ausschuss des deutschen Bundestags, wie er dazu stehe, habe er die Antwort erhalten, das Dossier habe keine nennenswerte Priorität. Dies mache deutlich, dass die Suppe wohl heisser gekocht, als gegessen werde. 

Respektlose Klimademos

Zur aktuellen Klimadebatte, die junge Menschen zu Demonstrationen für den Klimaschutz auf die Strasse treibt, sagte Amstutz, dass sich die ältere Generation und ihre Vorfahren diesen Wohlstand hart erarbeitet hätten und sicherlich kein Interesse daran haben, das zu zerstören. «Unsere Eltern und Grosseltern sind noch in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen, Kleider wurden nachgetragen und nicht bei Zalando bestellt, WC-Papier wurde noch aus Zeitungen geschnitten. Und jetzt wirft die im Wohlstand aufgewachsene Jugend den Älteren vor, dass sie nicht Sorge zur Umwelt tragen würde.» Das sei respektlos, und dagegen müsse etwas getan werden. Auch wenn dies bedeute, gegen den Strom zu schwimmen. Die einzige Partei, die das mache, sei die SVP. Das Ziel des Klimahypes sei es, den Bürgerinnen und Bürgern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wenn sich beispielsweise das Benzin verteuere, seien vor allem Haushalte mit niedrigem Einkommen betroffen. «Dies führt langfristig zu sozialen Spannungen, was sicher nicht im Interesse des Landes ist. Auch der SVP sei der Umweltschutz wichtig, jedoch ist er bei einer derart rasanten Zunahme der Bevölkerung schwierig.» Sein Fazit: «Wenn wir allen EU-Diktaten folgen, verschenken wir unsere Freiheit. Man kann sie aber nicht zurückgeschenkt bekommen, man kann sie sich nur zurückerkämpfen!»

Amstutz wurde mit grossem Applaus verabschiedet, und die Besucher liessen den Abend mit angeregten Diskussionen und bei gemütlichem Beisammensein ausklingen.

xeiro ag