Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Kolumne

«Ehre, Mann, isch wichtiger als Gold». Das konnte man einst bei «Fohrler Live» am Fernsehen hören. Und danach vernahm man es auch eine ganze Zeit lang unter den Jugendlichen. Und wo die Ehre verletzt wird, sind deutliche Worte und nicht selten auch Gewalt schnell zur Stelle.

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Dass ein Regenschirm auch mal ins Auge gehen kann, das weiss man. Wer einen hat, passt entsprechend auf. Dass damit sogar ein Mord begangen wird, erwartet man höchstens in einem Agentenfilm. Der Mord jedoch, der heute vor 40 Jahren in London mit einem Regenschirm begangen wurde, ist wie aus einem James-Bond-Film, nur in echt.

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Meine Frau drehte damals nach dem Aufstehen das Radio an. Nie aber erzählte sie mir irgendwelche Nachrichten, die sie gehört hatte. Ausser an jenem Morgen heute vor 21 Jahren.

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Bei Lebensmitteln ist es immer so eine Sache, wenn es darum geht, wer sie denn erfunden habe. So ist es auch bei den Kartoffelchips. Umso erstaunlicher ist es, dass es hier ein festes Datum zu geben scheint, an dem die Chips erfunden wurden. Heute vor 165 Jahren servierte der Koch George Crum einem Gast, der sich wiederholt über die zu dicken Bratkartoffeln beklagt hatte, so dünne Kartoffelscheiben, dass man sie nicht mehr mit der Gabel aufspiessen konnte.

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Noch bevor ich den Film «The Life of Brian» je selber gesehen hatte, meinte ich ihn bestens zu kennen. Die Teenager in meinen Jugendlagern zitierten gerne und viel daraus. Zuweilen überboten sie sich gegenseitig im Nachahmen und Nachspielen einzelner Szenen. Selbstredend sorgten diese Rezitationen stets für viel Gelächter und Freude bei den Umstehenden. Und irgendwann konnte ich selber mitreden und einzelne Zitate platzieren.

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Mamie Smith war eine Pionierin des Blues und erhielt schliesslich auch den Beinamen «Queen of Blues». Gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Cincinnati geboren, entdeckte sie bald den Gesang für sich. Sie zog mit einer afroamerikanischen Truppe umher und liess sich schliesslich in New York nieder. Dort arbeitete sie als Kabarett-Sängerin und trat auch im Musical «Made in Harlem» auf. Um aber berühmt zu werden, bedarf es immer auch spezieller Umstände oder besonderer Gelegenheiten.

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Man kann den Song als belangloses Stück Popmusik betrachten, das zur rechten Zeit die leichte Sommerstimmung aufgenommen hat. Man kann den Text aber auch als ernsthaften Beziehungsweckruf verstehen. Etwa im Sinn von: Wir brauchen Ferien, und seien sie noch so kurz, damit unsere Beziehung Gelegenheit bekommt, wieder aufzuleben.

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Da gibt es dieses berühmte Bild aus der Zeit der französischen Revolution. Jacques-Louis David hat es gemalt. Es zeigt den Arzt und Schriftsteller Jean Paul Marat in der Wanne sitzend, ein Tuch um die ungepflegten Haare gebunden. Er liegt mehr, als dass er sitzt. Der Oberköper ist über den Rand der Wanne geneigt, dem Betrachter entgegen, der Kopf ist nach hinten gefallen. Marat hat soeben sein Leben ausgehaucht. Und in seinem Brustkorb klafft eine Stichwunde, die an die geöffnete Seite des Christus erinnert. Das Tuch um seinen Kopf gleicht einer Dornenkrone. Marat, ein Märtyrer der Revolution. Ein wehrloser Heiliger, grundlos ermordet.

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Als Ende der Sechzigerjahre der Wettlauf zum Mond zugunsten der USA entschieden war, legten sie ihren Fokus auf das Shuttle-Programm, während sich die Sowjetunion auf die Entwicklung einer permanente Station im All konzentrierte.

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Der Bockstensmann, so könnte man sagen, ist der schwedische Ötzi. Gefunden wurde er nicht von Google. Aber bei ihm wurde eine Gugel gefunden. Und er wurde auch nicht vom Eis freigegeben, sondern vom Moor. Zum Zeitpunkt des Todes muss er gesund gewesen sein, da sein Gebiss keine Spuren von Karies und Parodontitis vorwies.

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xeiro ag