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80 Tonnen schweres Brückenelement in Seestrasse eingehoben

Es kommt nicht jeden Tag vor, dass man den Bachdurchlass des Dollikerbachs unter der Seestrasse aus der Nähe betrachten kann. Er wird momentan erneuert, und ein neues Brückenelement wurde am vergangenen Sonntag eingesetzt. Ein Spektakel, das viele Zuschauer anlockte.

An der Seestrasse zwischen der Dollikerstrasse und der Grenze zu Uetikon wird zurzeit die Seestrasse saniert. Neben der Instandsetzung der Fahrbahn müssen auch die Werkleitungen erneuert und der Bachdurchlass des Dollikerbachs neu gebaut werden.

Geplant wird die aufwändige Baustelle ausschliesslich online. Papierpläne gibt es auf der von Projektleiter Marcel Bamert geführten Baustelle keine mehr: es handelt sich um ein Pilotprojekt des Kantons. «Auch vor Ort arbeiten die Bauarbeiter mit dem Tablet anstelle von Papier. Möglich macht dies das sogenannte Building Information Modeling-System BMI», sagt Bamert. Noch sei dies etwas gewöhnungsbedürftig, doch moderne Technik in den Arbeitsablauf zu integrieren sei auch auf Baustellen unerlässlich und spare viel Zeit.

Hochwassersicherheit gewährleisten

Neben den normalen Belags- und Werkleitungsarbeiten ist an dieser Baustelle besonders herausfordernd, dass der Bachdurchlass des Dollikerbachs komplett erneuert werden muss. Der bisherige Durchlass war zu schmal, die Sicherheit bei Hochwassern nicht gewährleistet. Nun folgte also eine Verbreiterung unter Berücksichtigung von Fisch- und Artenschutz. Hier kommt das am vergangenen Sonntag mit einem Pneukran aufwändig eingehobene Brückenelement zum Einsatz, das von den Benutzern der Seestrasse gar nicht als solches wahrgenommen wird. In Millimeterarbeit wurde das 80 Tonnen schwere Element aus Beton, welches unter der Strasse einen Hohlraum bildet, vom Ländeli-Parkplatz an Ort und Stelle transportiert und mit Hilfe des Krans spektakulär eingepasst.

In Einzelteilen angeliefert, als Ganzes eingehoben

Nach Meilen transportiert wurde das Brückenelement übrigens in Einzelteilen. Das abschliessende Beton-Element wurde erst vor Ort auf dem Ländeli-Parkplatz gegossen. Die Zeit ist der entscheidende Faktor für diese Vorgehensweise: Als Ganzes hätte man das Ele-ment nur sehr umständlich transportieren können, und den Beton direkt an der Endstelle zu giessen, hätte eine wochenlange Sperrung der Seestrasse zur Folge gehabt, denn die Abbindezeit von Beton, nach der er voll belastet werden kann, beträgt 27 Tage. Deshalb wurde parallel zu den Vorbereitungsarbeiten das Brückenelement erstellt.

So konnte die Strasse jeweils einseitig befahren werden und musste nur einen Sonntag lang von 6.30 bis 17 Uhr komplett für den Verkehr gesperrt werden. Fertig sind der Bachdurchlauf und die Strassensanierung allerdings noch lange nicht. Was für die Bergseite der Seestrasse geschafft ist, folgt gleich nochmals. Im Juli oder August wird nach Abschluss der Vorbereitungsarbeiten auf die gleiche Weise das zweite Brückenelement in die Seeseite der Strasse eingehoben, bevor sie wieder zweispurig befahren werden kann.

Hier ein Video zum Betoniervorgang und zur Platzierung des Brückenteils .

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