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Weihnachtsmarkt 2017 – alle kamen auf ihre Kosten

Der diesjährige Weihnachtsmarkt lockte am Sonntag so viele Adventsfans ins Dorfzentrum wie schon lange nicht mehr. Alle sind zufrieden.

  • Fotos: Maz

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«Ich habe nur Positives gehört», sagt Regula Schwarzenbach, die für die Marktfahrer zuständig ist. Die Umsätze an den meisten Ständen stimmten, und dank dem neuen «Verkehrsregime» (der Markt besteht aus einem Rundgang vom Dorfplatz aus via Hüniweg, Kirchgasse, Schulhausstrasse und zurück zum Dorfplatz, oder anders herum) gab es auch fast keine schlechten Plätze mehr – jeder Besucher kam irgendwann an jedem Stand vorbei. 

Das Wetter war ebenfalls marktkonform: Kalt, aber trocken und windstill. Sogar der graue Himmel half dem Markt – Skifahren oder Spazierengehen im Wald schien vergleichsweise unattraktiv. 

Zum Auftakt um 13 Uhr montierten Gemeindepräsident Christoph Hiller und HGM-Präsident Marcel Bussmann je eine grosse Weihnachtskugel von der Hebebühne aus am grossen Christbaum, um 14 Uhr dann sang der Kinderchor der Primarschule Allmend. Dank der Anwesenheitspflicht für 300 Kinder fanden sich zu diesem Zeitpunkt mindestens 300 Erwachsene als Begleitung auf dem Platz ein und  zückten gerührt das Handy, um den schönen Gesang des Nachwuchses für Oma und Opa festzuhalten, bevor sie sich mit den Kleinen auf die Markt-Runde machten, um noch eine Adventskranz, ein Geschenk für die Gotte und etwas Feines zu essen und zu trinken einzukaufen.

Bei Einbruch der Dunkelheit dann der folkloristische Teil: Ein gutes Dutzend Einscheller läuteten den Weg frei für den Auftritt eines Geisselchlöpfers auf dem unteren Dorfplatz und machten sich schliesslich, gefolgt von Samichlaus, Schmutzli, Eseln, Engeln und neu auch zwei Wichteln auf den Weg durch Hüniweg, Kirchgasse und Schulhausstrasse, wo sie in alle Hände, die sich ihnen entgegenstreckten, eine Handvoll Mailänderli oder ein Päckli Guetzli legten.

Ganz schlaue Kinder rannten voraus und sackten die Süssigkeiten gleich zweimal ein, aber das machte nichts, denn es hatte genug für alle, oder eben sogar doppelt genug.

Ein gelungener Weihnachtsmarkt ging erst gegen 19 Uhr zu Ende.

xeiro ag