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«Quo vadis» mit Kuba und Dylan

Eindrückliche Bilder zieren die Wände des Ortsmuseums Meilen. Heute vor einer Woche feierte die Austellung «Quo vadis» von Peter Burkhard und Pierre Käch Vernissage. Die zahlreichen Besucher waren begeistert und berührt von den aussagekräftigen Werken der beiden Künstler.

  • Burkard und Käch Peter Burkhard und Pierre Käch. Fotos: MAZ

  • «Arte en la Construcciòn» ist das Lieblingsfoto von Peter Burkhard.

  • Pierre Käch liess sich für seine Collagen unter anderem von Bob Dylan inspirieren.

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Peter Burkhard, der bis vor sechs Jahren an der Sekundarschule Allmend in Meilen unterrichtete, zeigt in der Ausstellung seine Liebe zum Reisen. Bereits zu seinen Lehrerzeiten organisierte er Gruppenreisen in ferne Länder wie zum Beispiel Südafrika. 

Intim und doch respektvoll

Die Ausstellung konzentriert sich nun aber auf sein neues Lieblingsreiseziel Kuba. Vor vier Jahren reiste Peter Burkhard gemeinsam mit seiner Frau Jolanda zum ersten Mal in den karibischen Inselstaat. Eine neue Liebe entfachte, und die beiden besuchten Kuba seither jährlich. In dieser Zeit ist eine enge Beziehung zu den Menschen, zum Land und zur Mentalität der Kubaner entstanden. Diese Verbindungen sind auch auf den Fotos von Peter Burkhard sichtbar. Intim und doch respektvoll zeigt er, wie in Kuba gelebt und gearbeitet wird. 

«Solche Bilder sind nur möglich, weil die Kubaner ein sehr offenes Volk sind. Wenn man sich die Zeit nimmt, ist es leicht, mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen. Man muss sich trauen, die Kubaner anzusprechen und sich auf die Begegnungen einlassen. Nur so erlebt man Kuba richtig», sagt Peter Burkhard auf die Frage, weshalb die Fotos so persönlich geworden sind.

Er und seine Frau Jolanda sind sich einig: Auch wenn Havanna eine sehr spannende und tolle Stadt ist, die man gesehen haben sollte, erlebt man das wahre Kuba nur, wenn man die Hauptstadt verlässt, in die kleineren Dörfer reist und die Landschaften geniesst. Peter Burkhard ist unter anderem fasziniert von Kubas Street-Art. So überrascht es nicht, dass sein eigenes Lieblingsbild «Arte en La Construcciòn» Mensch und Street-Art vereint. Auf dem Bild ist ein Haus mit einem Portrait zu sehen. Daneben eine Frau, die aus dem Fenster schaut. «Dieses Bild ist für mich Kuba» sagt Peter Burkhard.

Bob Dylan als Inspiration

Der Meilemer Pierre Käch verbindet in seinen Bildern Texte und Malerei. Sie sollen zum Ausdruck bringen, was Worte allein nicht können. So sagt Pierre Käch: «Bob Dylans Song 'Blowing in the Wind' hat bei mir viele Emotionen ausgelöst, die ich nicht alle richtig einordnen konnte. So hat meine Kunst ihren Anfang genommen.» Grundsätzlich sieht er seine Bilder als Ausdrucksform. Er kombiniert Eindrücke, Worte und Emotionen auf seine ganz eigene Art und Weise und nutzt seine Kunst, um Erlebnisse, Geschehnisse und Emotionen zusammenzufassen und so unter die Leute zu bringen. 

Das Interessante an seinen Bildern ist, dass sie viel Spielraum für Eigeninterpretation lassen. Der Betrachter kann sich seine eigene Geschichte bauen. In der heutigen Zeit würden die Bilder wohl als «Pop Art» bezeichnet. 

«Quo Vadis» dauert noch bis zum 11. Februar. In dieser Zeit ist das Ortsmuseum jeweils am Samstag und am Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. An den Sonntagen im Januar bieten die beiden Künstler kurze, kostenlose Führungen durch die Ausstellung an. Peter Burkhard führt ab 14.15 Uhr durch seine Fotoausstellung, Pierre Käch begleitet die Besucher ab 15 Uhr durch seine Bilderausstellung.

Ausstellung «Quo Vadis»: Peter Burkhard, Fotografien und Pierre Käch, Bilder. Noch bis 11. Februar, Ortsmuseum Meilen, Kirchgasse 14.

xeiro ag