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Meilemer Musikerin im Musicalhimmel

Die Meilemer Sängerin Leila Elmer (36) kannte man bisher vom TV oder von den grossen Musicalbühnen der Schweiz. Jetzt präsentiert sie ihr eigenes Musical «Aschenbrödel».

  • Die Meilener Komponistin Leila Elmer inmitten ihrer Musiker. Foto: zvg

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Neben Walter Andreas Müller, Jörg Schneider und Sandra Studer spielte Leila Elmer im Kindermusical «Jim Knopf und Co.» die Titelrolle. Weitere Hauptrollen wie die der Sira in «Space Dream», Bibi in «Bibi Balu», Maria in «West Side Story» oder Eliza in «My Fair Lady» folgten. Vor 20 Jahren wurde sie gar vom Schweizer Fernsehen mit dem Titel «Schweizer Stimme '98» ausgezeichnet.

Kaum hatte sie ihr Gesangsstudium an der Musikhochschule Zürich abgeschlossen, entschied sie sich für die Rolle ihres Lebens, die Mutterrolle. Sie zog sich von der Bühne zurück, wirkte als Gesangslehrerin – sie ist u.a. Fachlehrerin an der Sekundarschule Meilen – und Produzentin.

In der jüngeren Vergangenheit war Leila Elmer jedoch vermehrt hinter der Bühne anzutreffen. So übernahm sie 2012 die Hauptleitung im Musical «Jekyll & Hyde» in Schindellegi, bei dem sie neben der musikalischen Leitung auch die Regie führte und die Choreografie verantwortete.

Musical für Jung und Alt

Ihr jüngstes Werk ist ein Musical für Jung und Alt: Sowohl der Text wie auch die Musik von «Aschenbrödel» stammen aus der Feder von Leila Elmer.

Was viele nicht wissen – die Musikerin nahm bereits als Kind Kompositionunterricht bei Professor Andreas Nick und teilte die Schulbank mit namhaften Künstlern wie etwa Lena-Lisa Wüstendörfer, heute eine der gefragtesten Dirigentinnen der Schweiz. Leila Elmer stellte in jungen Jahren ihre erste Eigenkomposition «Vollmondnacht» im Hallenstadion vor. Danach gab sie jedoch der Gesangskarriere den Vorrang und legte das Komponieren zur Seite. Bis vor zwei Jahren, als sie begann, intensiv an ihrem Musical zu arbeiten. Ihre rechte Hand dabei ist der Pianist und Arrangeur Roger Näf.

Komponistin in einer Männerwelt

Dass Musik für Kinder nicht «minderwertig» ist, haben uns Emil Moser und Jörg Schneider («Die Zauberorgel», «Jim Knopf» usw.) über Jahrzehnte bewiesen. Die Zusammenarbeit mit den beiden Schweizer Musicalgrössen sowie mit Max Rüeger (2004) gehörten für Leila Elmer zu den schönsten und lehrreichsten Zeiten als Musikerin und Komponistin. Indes: Egal wohin man schaut, Andrew Bond, Markus Schönholzer (Deep) oder Roman Ricklin (Ewigi Liebi), nicht nur in der Schweiz, auch in Hollywood geben hauptsächlich Männer den Ton an. 

Woran das liegt, kann sich Leila Elmer nicht recht vorstellen. So gibt es für sie nichts Schöneres, als irgendwo auf der Welt an neuen Songs zu arbeiten. Als Sängerin absolvierte sie die Musikhochschule Zürich. Genoss u.a. Klavierunterricht, Harmonielehre, Tonsatz, Komposition und Improvisation. Ihre Diplomarbeit schrieb sie zum Thema «Musical» mit dem Schwerpunkt Filmmusik, und bereits vor Jahren schrieb sie unzählige Arrangements für ihre Ensembles und Chöre selber. 

Von Wiener Walzer zu Heavy Metal

Genauso vielseitig wie Leila Elmers Gesangskarriere ist auch ihre Musik. Klassische Motive, eingängige Melodien, Schweizer Mundeartrock, Metal, nichts wird ausgelassen. Trotz allem blieb sie aber dem Schweizer Musicalstil treu. 

Das Märchen der Gebrüder Grimm dient als Vorlage für die Geschichte, wurde aber stark abgeändert. Ausser der Mundartsprache und der bewusst kurzen Spieldauer von 90 Minuten erinnert allerdings nichts an ein herkömmliches «Kindermusical». 

In verschiedenen Rollen zu hören sind Deborah Handschin, Sara Hugelshofer, Flavio Baltermia, David Beglinger und Lara Elmer. Carmen Lopes-Sway führt als Sprecherin durch den Abend, und selbstverständlich wird auch Leila Elmer selber diversen Rollen ihre Stimme leihen.

CD-Taufe von «Aschenbrödel» als Live-Hörspiel am Dienstag, 6. März, 20.00 Uhr im Bernhard Theater Zürich. Ticketvorverkauf: www.bernhardtheater.ch.

www.aschenbrödel.ch

xeiro ag