Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Genie zwischen Dichtung und Wahrheit

Die Pianistin Andrea Wiesli und die beiden Sprecher Graziella Rossi und Helmut Vogel präsentieren ein eindringliches «Klang-Porträt» von Franz Liszt.

  • Andrea Wiesli

    Andrea Wiesli widmet sich einer Annäherung an das musikalische Wunderkind Franz Liszt. Foto: zvg

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Mit kaum 11 Jahren kommt das musikalische Wunderkind Franz Liszt aus dem ungarisch-österreichischen Grenzgebiet nach Wien und wird dort von Carl Czerny unterrichtet. «Das auffällig blasse Kind wirkte schwächlich, es wankte wie betrunken am Klavier hin und her, beständig in Gefahr vom Stuhl zu fallen. Sein Spiel war ganz unregelmässig, unrein, verworren. Umso erstaunlicher aber, wie der Kleine die ihm vorgelegten Stücke mühelos vom Blatt spielte, wie er über ein vorgegebenes Thema improvisierte und einen gewissen genialen Schwung in seinen Vortrag legte.» (Czerny).

Schon dem ersten öffentlichen Konzert des Wunderknaben 1822 war ein überwältigender Erfolg beschieden. Sogleich verbreitet sich sein Ruhm – europaweit. 

«Er war kein einfacher Heiliger, sondern ein ausserordentlich komplexes menschliches Wesen, das während seines ganzen Lebens zwischen seinen religiösen Instinkten und sinnlichen Begehren hin und her gerissen wurde», sagt Biograph Ernest Newman. Liszt war im Innersten einsam und heimatlos. Darauf wird die Klangchronik eingehen.

Armin Brunner (Konzept, Text), Andrea Wiesli (Klavier), Graziella Rossi und Helmut Vogel (Sprecher) stehen auf der Bühne.

Abendkasse und Bar ab 19.00 Uhr. Tickets: 35 bzw. 30 Franken (AHV, Schüler). Vorverkauf: post @ kulturschiene.ch oder Tel. 044 391 88 42. 

«Klang-Porträt» Franz Liszt. Freitag, 23. Juni, 20 Uhr, Kulturschiene Herrliberg-Feldmeilen.

www.kulturschiene.ch

xeiro ag