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400 Kilometer für Aids-Waisen gerannt

Der Ustermer Stephan Keller ist in fünf Tagen 400 Kilometer gerannt. In Afrika – um Aids-Waisen zu helfen, die von Ayoba betreut werden.

  • Mit seinem Lauf, den er als einer von neun Finishern beendete, sammelt Stephan Keller (rechts) für Aids-Waisen. Fotos: zvg

  • Die Teilnehmer des Munga Trails legen innert fünf Tagen 400 Kilometer zu Fuss zurück.

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Ayoba dürfte vielen Meilemerinnen und Meilemern inzwischen ein Begriff sein. Der Verein, der von der Meilemer Auswandererfamilie Roland und Sibylle Wenger gegründet wurde, und der vom Meilemer Benjamin Stückelberger präsidiert wird, kümmert sich um Kinder in Südafrika, die eines oder beide Elternteile durch Aids verloren haben und ohne Hilfe von aussen in weiten Teilen auf sich selbst gestellt wären.

Allein durch Grasland und Wälder

Stephan Kellers Ziel ist es, mit seinem unglaublichen Run 18'000 Franken zu sammeln, die vollumfänglich Ayoba zugute kommen sollen. Denn mit diesem Betrag können 60 Aids-Waisen ein Jahr lang das speziell für sie konzipierte dreijährige Ayoba-Yes-Programm (siehe Kasten) besuchen.

Im vergangenen Jahr, als der «Munga Trail» zum ersten Mal durchgeführt wurde, war Stephan Keller nebst einem Dänen einer von zwei teilnehmenden Europäern; er schaffte es nicht ganz bis ins Ziel. Auch dieses Jahr waren es nur gerade vier Teilnehmer aus Europa, die die unglaublichen Strapazen auf sich nahmen, Stephan Keller war der einzige Schweizer. 

Der Munga Trail (www.themunga.com), der in der Region zwischen Pretoria und Maputo in Südafrika durchgeführt wird, verlangt den Sportlerinnen und Sportlern alles ab und nennt sich selber «The Toughest Race on Earth», also «das härteste Rennen der Welt». Die Sportler haben fünf Tage Zeit, um 400 Kilometer zu Fuss zurückzulegen. Dabei rennen sie über Grasland, durch Wälder und stillgelegten Bahngeleisen entlang. Alle dreissig bis vierzig Kilometer gibt es eine Wasserstation, abgesehen davon sind die Läuferinnen und Läufer auf sich allein gestellt. Geleitet werden sie durch ein GPS-Gerät.

Als einer von neun im Ziel

Das Rennen startete am 18. April und endete am 23. April 2018. Stephan Keller, der im Alltag als Betriebsleiter Gastronomie Arbeitsintegration Stadt Zürich arbeitet, hat es als einer von insgesamt neun Finishern geschafft und das Ziel am 23. April um 07.00 Uhr erreicht. Der Hobbysportler ist überglücklich, es beim zweiten Anlauf gepackt zu haben – natürlich aus persönlicher Befriedigung, aber auch, weil er seinen Lauf Ayoba gewidmet hat, und weil ihn dieser Erfolg seinem Spendenziel von 18'000 Franken näherbringt. Bereits ist gut die Hälfte des angepeilten Betrags auf das Spendenkonto eingegangen, und die Sammlung geht weiter. Stephan Keller ist übrigens so überzeugt von Ayoba und dessen Arbeit, dass er seit März 2018 als Vorstandsmitglied im Verein mitwirkt.

Spenden für Ayoba: http://www.ayoba.ch/index.php/mitmachen/unser-kontakt-fuer-ihre-spende

 

Persönliche Begleitung

 

Ayoba will Aids-Waisen Lebensperspektiven bieten. In Südafrika leben viele Kinder in Townships in erbärmlichen Verhältnissen, nachdem sie durch Aids zu Voll- oder Halbwaisen geworden sind. Diese Kinder werden dank Ayoba vor Ort gecoacht und in die Schule begleitet. Im dreijährigen Ayoba-Yes-Programm lernen sie, wie sie sich Perspektiven für ihr Leben erarbeiten können; dazu gehört auch ein einwöchiges Ausbildungscamp mit professioneller pädagogischer Begleitung.

www.ayoba.ch

 

xeiro ag