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Festlicher Anlass mit Liebesgeschichte

Spannende Gespräche und gut gelaunte Senioren am Jubilarenabend 2011.

Jubilarenabend im «Löwen»

 


Am Donnerstag, 1. Dezember fand im Löwen der alljährliche Jubilarenabend der Gemeinde statt. Der Musikverein Meilen als Hauptorganisator sorgte – auch mit musikalischer Begleitung – dafür, dass der Abend rund über die Bühne ging.
Die Musiker zeigten unter der Leitung von Dirigent Wüthrich eine hervorragende Leistung, wie sich die Gäste einig waren. Passend zur Adventszeit waren die Tische geschmückt mit Tannästen, Mandarinen und spanischen Nüssen. Der silbrig funkelnde Weihnachtsbaum im Jürg Wille-Saal des Restaurant Löwen verlieh dem Ambiente das gewisse Etwas.

Charmanter Gemeindepräsident
Eine kurze Begrüssung durch Gemeinderat Beat Hodel läutete den offiziellen Start des Abends ein. Gleichzeitig wurde dann auch die Vorspeise, eine Kürbissuppe, serviert. Etwas später am Abend wurden die über 110 Gäste, alle 80-, 85-, 90- jährig oder älter, von Gemeindepräsident Christoph Hiller mit einer Rede begrüsst. Neben Hiller und Hodel war auch Gemeindeschreiber Didier Mayenzet als offizieller Vertreter der Gemeinde anwesend.
In seiner Ansprache machte Hiller den Anwesenden ein Kompliment. «Wenn ich so in die Runde schaue, zweifle ich daran, dass Senioren-Abend der richtige Ausdruck ist», meinte er, gab aber mit einem Augenzwinkern zu, dass das Publikum schon etwas anders aussehe als bei der Jungbürgerfeier. Er habe sich sehr auf den Abend gefreut, denn es sei schön, neben all den Sitzungen doch noch die Möglichkeit zu haben, mit der Bevölkerung in Kontakt zu treten. Mit den besten Wünschen für die kommende Advents- und Weihnachtszeit, wie auch fürs neue Jahr und den restlichen Abend übergab er wieder dem Musikverein.

Es «funkte» auf der Donau
An dieser Stelle ist zu sagen, dass auch dieses Jahr wieder ganze Arbeit geleistet wurde. Der Jodelclub Heimelig konnte zwar nicht auftreten – es waren zu viele Clubmitglieder abwesend –, trotzdem übernahm er den sehr beliebten Chauffeur-Dienst für diejenigen, die nicht selber anreisen konnten.
Schön war auch, dass an allen Tischen angeregt geplaudert wurde. Eine hübsche Geschichte konnten die Meilemerin Tildi Neururer (82) und Hans Müller (92) mit den Gästen an ihrem Tisch teilen. Nämlich, wie sie sich kennen und lieben lernten. Es war eine Zufallsbegegnung, welche die beiden Senioren, beide verwitwet, vor einigen Jahren zusammenführte. Auf einer Donauschifffahrt wurden sie an denselben Tisch gesetzt, und es «funkte» von Beginn weg. Die beiden verliebten sich noch in der gleichen Woche. Einziges Problem war, dass er in Biel und sie in Meilen lebte. Zwei Jahre lang mussten sie jeweils den weiten Weg pendeln, um trotzdem beieinander sein zu können. Als sie dann eine Schiffreise von Genua nach Rio de Janeiro unternahmen, wurde Hans Müller krank. Zurück in der Schweiz, wurde er im Spital Zollikerberg behandelt. Die Ärzte wollten ihn nur nach Hause lassen, wenn er jemand habe, der ihn pflegen kann.
Zwar hat Hans Müller eine Tochter, die in Basel lebt. Für die beiden Senioren war aber klar, dass sie keine Lust mehr hatten, zu pendeln. So entschieden sie sich dazu, von nun an gemeinsam in der Wohnung von Tildi in Meilen zu leben. Die beiden bereuen ihren Entscheid bis heute nicht. Sie sind der Beweis, dass man auch in hohem Alter die Liebe neu entdecken kann und sie einem wieder neue Lebenskraft schenken kann.


Aus dem aktuellen Inhalt

  • Brückenschlag im Beugenbachtobel
    Über 250 Meter Tragseile, etwas mehr als 140 Meter Erdanker, ein paar Tonnen Stahl und Beton sowie fünf Kubikmeter Holz für den Gehweg: Daraus wird die neue Fussgänger-Hängebrücke über den Beugenbach erstellt. Seit Mitte April wird gebaut. Zuerst wurden die Pfähle für eine sichere Brückenverankerung gesetzt, anschliessend wurden die Fundamente mit den Brückenpylonen betoniert.
  • Kunst-Frühlings-Apéro
    Am Samstag ab 14 Uhr findet auf dem Meilemer Werkhof Burg ein Kunst-Frühlings-Apéro statt. Mit Sibylle Pasche, Andrea Stahl und Béatrice Nyffeler.
    Frisch, farbig, frühlingshaft und mit einer exotischen Note kommt diesmal der alljährliche Tag der offenen Tür im Atelier von Sibylle Pasche daher. Es können auf dem Werkhof Burg neben neuen Steinskulpturen von Sibylle Pasche auch die neusten Designobjekte der kürzlich ins Leben gerufenen Stahlfactory GmbH, Aarburg bewundert werden. Kulinarisch wird der Anlass von Béatrice Nyffeler begleitet. Sie verwöhnt die Besucher mit einem sinnlich-würzigen Imbiss.
    Der Anlass findet draussen und deshalb nur bei gutem Wetter statt.
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    Ein weiteres Mal sind Benno Fognini und Elvira Wettstein mit ihren Bildern und Schmuckkreationen in der Feldner Kulturschiene zu Gast. Vernissage: Freitag, 18. Mai ab 17 Uhr. Die Ausstellung dauert bis am 27. Mai und ist jeweils von Freitag bis Sonntag von 12 bis 19 Uhr geöffnet, Montag bis Donnerstag auf Voranmeldung (079 395 31 03 oder 078 851 20 31).
    www.elvirawettstein.ch, www.Benno-Fognini.ch
  • Das Spital Männedorf will eine AG werden
    Das Spital Männedorf wird heute von einem Zweckverband betrieben, dem auch die Gemeinde Meilen angehört. Am dritten Juni-Wochenende wird an der Urne über die Umwandlung des Spitals in eine Aktiengesellschaft abgestimmt.
    Hintergrund der Abstimmung sind der fortschreitende Wandel im Gesundheitswesen und die einschneidenden Veränderungen in der Spitalgesetzgebung und -finanzierung (SPFG), die per Anfang 2012 erfolgt sind.