AZ Meilen · Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
Erscheint jeden Freitag · Bahnhofstrasse 28, 8706 Meilen, Telefon 044 923 88 33 · info juhui.antispam@protection.nospam meileneranzeiger.ch

Optimierte Nutzung des Schulzentrums Allmend

Die Gebäude im Überblick (Umbaumassnahmen rosa, Neubauten rot): A Primarschulhaus, D Spezialtrakt, E Turnhalle Nebentrakt, B Oberstufe Altbau, C Oberstufe Neubau, F Verbindungstrakt

Die Schule informierte

 

Nach einer kurzen Begrüssung durch den Schulpräsidenten Werner Bosshard überraschten die Schüler der 5. Klasse von Jörg Bilger mit einer gelungenen Performance mit dem Titel «The Crazy Gang».
Mit Laut- und Wortspielen, begleitet von einfachen rhythmischen Bewegungsspielereien, zeigten sie, dass Lernen mit allen Sinnen möglich ist und zum Erlebnis werden kann. Für die Zuschauer war es ein gutes Beispiel für den modernen Englischunterricht und ein unkonventioneller Einstieg in die Informationsveranstaltung vom letzten Montag.
Wachsende Raumknappheit
Ausgehend von den drei Schulstandorten der Gemeinde stellte Projektleiterin Katharina Arcon die Situation und den Raumbedarf für das Schulzentrum Allmend dar. Sie begründete den Raumbedarf mit der pädagogischen Entwicklung der letzten 15 Jahre und den Änderungen, die durch die Annahme des Neuen Volksschulgesetzes 2005 für die Schulgemeinden verbindlich wurden.
Die wachsende Raumknappheit in der Primarschule mit den damit verbundenen jährlichen Aufwendungen und räumlichen Anpassungen waren Anlass, 2008 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Es wurden verschiedene Erweiterungs- und Umnutzungsvarianten untersucht und auf ihre Realisierbarkeit hin geprüft.
Fazit der Machbarkeitsstudie war: keine Neubauten, da zu teuer, flexible Räume schaffen im Rahmen des Gesamtkonzeptes, wo möglich Nutzungen optimieren durch Mehrfachnutzungen und Schaffen von offenen Lernräumen, und schliesslich die Aussenräume schützen und aufwerten.
Was das Parkieren auf dem Gelände des Schul- und Sportzentrums betrifft, soll zu einem späteren Zeitpunkt, im Rahmen der Einheitsgemeinde, ein Projekt entstehen, das eine Gesamtlösung anstrebt.

Architektur und Pädagogik spielen zusammen
Da das Zusammenspiel von Architektur und Pädagogik beim Erarbeiten eines Raumprogramms von grosser Bedeutung ist, versuchte man mit einem kritischen Hinterfragen der pädagogischen Anforderungen im vergangenen Jahr das Raumprogramm zu optimieren.
Jörg Walser, Rektor der Schule Meilen, blickte in einem zweiten Teil zunächst auf die Schulentwicklung in Meilen zurück. Diese begann1986 mit dem Vorläufermodell der gegliederten Sekundarschule, genannt AVO. Das war der Anfang einer rasanten Entwicklung in den Neunzigerjahren. Strukturelle Veränderungen erfuhr die Schule durch die Einführung des Integrativen Unterrichts, des Informatikunterrichts und der musikalischen Grundschule, aber auch durch das Einrichten der Blockzeiten und die Einführung der Tagesbetreuung mit dem Schülerclub. Auch die Schulsozialarbeit bekam einen festen Platz im Schulalltag. 1999 wurde die Führung der Schuleinheiten Schulleitern übertragen.

Neue Anforderungen schaffen neue Bedürnfisse
Unterrichtete früher in einem Klassenzimmer eine Lehrperson 40 und mehr Kinder, die alle zur selben Zeit am gleichen Inhalt arbeiteten, so werden heute 20 bis 25 Kinder von mehreren Lehrpersonen zu verschiedenen Zeiten betreut, die zeitweise an unterschiedlichen Themen arbeiten. In den Klassenzimmern findet vielfältigster Unterricht statt. Das erfordert geeignete Räume. Diese sollen für ein optimales Lernen geschaffen werden, Geborgenheit vermitteln, eine aktivierende Wirkung zeigen, Kommunikation durch die Einrichtung fördern, Impulse für Schüleraktivitäten unterstützen. In geeigneten Räumen ist  Lernen optimal möglich.
Mit dem bevorstehenden Projekt strebt die Schule Meilen eine leistungsorientierte Schule an, in der Kinder und Jugendliche mit Freude lernen und sich neugierig und selbstsicher auf den eigenen Weg begeben können.


Lernzentrum in der Primarschule Allmend
Im Anschluss gab Katharina Arcon einen Überblick über die geplanten baulichen Massnahmen.
Bei der Primarschule kommt der Integration von der Grund-/Basisstufe in den Schulbetrieb eine besondere Bedeutung zu. Diese Stufe umfasst zwei Jahre Kindergarten und die erste bzw. erste und zweite Klasse. Es ist vorgesehen, die beiden Kindergartenklassen des Kindergartens Veltlin in die Primarschule zu integrieren und das freiwerdende Gebäude als Reserve zu behalten oder für schulnahe Zwecke zu vermieten. So wie in Obermeilen ein Lernzentrum bereits in Betrieb ist, soll im Rahmen des Gesamtkonzepts auch in der Primarschule Allmend ein Lernzentrum entstehen. Dieses soll Lernort sein im sprachlichen Bereich mit einer Bibliothek, naturwissenschaftliches Lernen fördern und Experimentiermöglichkeiten anbieten und im Informatikbereich den Umgang mit Computern ermöglichen.
Um der Entwicklung der Tagesbetreuung gerecht zu werden, ist die Erweiterung des Schülerclubs vorgesehen. Bei heute 30 Plätzen beim Mittagstisch ist der Schülerclub voll ausgelastet. Im Raumprogramm ist eine Nutzung von 50 bis 60 Plätzen für den Mittagstisch geplant.

Mehr Raum für musikalische Bildung
Die Schule und die Jugendmusikschule Pfannenstiel arbeiten gemeinsam daran, ein Modell zu entwickeln, wie auch der Instrumental-, der Ensemble- und Chorunterricht in den Schulalltag integriert werden können. Denn heute findet an der Schule Meilen innerhalb der wöchentlichen Unterrichtszeit lediglich im Kindergarten die musikalische Früherziehung und in der Unterstufe die musikalische Grundausbildung statt. Durch das Schaffen von geeigneten Räumen wird die Integration von musikalischer Bildung auf allen Stufen vorbereitet. Durch die frühe und eine anhaltende musikalische Förderung stärkt die Schule wichtige Kompetenzen für eine positive Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen.
Die Sekundarschule verfügt gemäss den Schulbaurichtlinien über genügend Raum. Es sind daher vor allem Nutzungsoptimierungen vorgesehen, die dem pädagogischen Konzept entsprechen. Dieses sagt aus, dass gute Beziehungen, innere und äussere Ruhe, intensives Üben, bereichernde Anregungen, klare Zielvorgaben und professionelle Rückmeldungen zu erfolgreichem Lernen gehören. Im Verbindungstrakt, der als einziger als Erweiterung für die Sekundarschule vorgesehen ist, soll das Lernzentrum platziert werden. Dieser zentrale Ort führt die beiden Schulhäuser zusammen, ist für alle gut erreichbar und wertet die beiden Häuser architektonisch auf.


Das Schulsekretariat verlässt das DOP
Das Schulsekretariat, das heute im Dorfprovisorium (DOP) untergebracht ist, wird künftig ins Schulzentrum Allmend integriert. Die Gründe für diesen Entscheid liegen darin, dass das DOP längerfristig in ein Begegnungszentrum umgestaltet wird, dass in der Planung für das neue Gemeindehaus die Schulverwaltung nicht vorgesehen ist, und dass es für alle Beteiligten von Vorteil ist, wenn die Schulverwaltung möglichst nahe bei der Schule liegt. Was das Raumprogramm betrifft, wird dieses durch die Mehrfachnutzung des Sitzungszimmers um 90 m2 verringert.

Kosten werden auf 12 Millionen Franken geschätzt
Im Rahmen des Raumprogramms ist insgesamt ist mit einem Mehrbedarf von 1200 m2 zu rechnen bei einem Gesamtbedarf von 6400 m2 (Hauptnutzflächen).
Die Investitionskosten für die Erweiterung und Umnutzung der Schulanlage Allmend werden anhand des geplanten Raumprogramms und der vorgesehenen Massnahmen auf rund  12 Millionen Franken geschätzt. In den Kosten sind die Massnahmen zum Erreichen des Minergie-Standards sowie für das hindernisfreie Bauen berücksichtigt.
Das vorliegende Resultat der Machbarkeitsstudie ist die Grundlage für einen Architekturwettbewerb, für welchen die Schulpflege voraussichtlich an der Gemeindeversammlung vom 7. Juni 2010 einen Kreditantrag in der Höhe von 310'000 Franken stellen wird.
Nach der Präsentation moderierte Werner Bosshard die Frage- und Gesprächsrunde, an der sich viele beteiligten. Die Sekundarschule lud danach zum Apéro ein, an dem rege weiter diskutiert wurde.


Aus dem aktuellen Inhalt

  • Nächsten Freitag ist Herbstmärt

    Am Freitag, 3. September findet von 14.00 bis 20.30 Uhr im Dorfkern von Meilen der traditionelle Meilemer Herbstmärt mit über 100 Marktfahrern statt.

  • Begegnungszone Auf der Hürnen

    Der Gemeinderat Meilen hat das definitive Projekt zur Umsetzung der Tempo 20-Begegnungszone Auf der Hürnen genehmigt. Der Festsetzungsbeschluss und die Signalisationsverfügung der Kantonspolizei Zürich werden Ende September publiziert.

  • Schätze aus dem Fundus des Ortsmuseums

    Ausstellung zum 25-Jahre-Jubiläum: Nachdem dem Publikum am Tag der offenen Tür im Juni die Räume des Ortsmuseums offen standen, wird jetzt eine Auswahl von speziellen Gegenständen aus den Archiven gezeigt. Die Ausstellung wirft Fragen auf, lässt einem in alten Zeiten schwelgen, zeigt Kurioses und Alltägliches. Während dem Meilemer Herbstmärt vom Freitag, 3. September, ist um 18 Uhr Jubiläumsapéro und um 19 Uhr Vernissage. Herzlich willkommen!


  • Neues Take Away in Feldmeilen

    Pide, Köfte, Falafel, Börek und natürlich Döner Kebap: Das alles gibt es jetzt im neu eröffneten King’s Kebap & Pizza Take Away an der General Wille-Strasse 147 in Feldmeilen.
    Seit gut einer Woche verkaufen Önder Erdogan und seine Frau Dilek Erdogan-Sahin türkische Spezialitäten und Pizza über die Gasse.

  • «Vier Jahreszeiten» mit dem Amar Quartett

    Nach einer sehr erfolgreichen fünften Saison startet die Konzertreihe «Vier Jahreszeiten» am Sonntag, 5. September mit dem Amar Quartett in ihr sechstes Jahr.