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Der Zivilschutz Region Meilen probt die Ereignisbewältigung

Als ob es ein Ernstfall wäre: Men at Work

Zivilschützer müssen heute bei grossen Unwetterereignissen oder bei anderen Notlagen ausrücken und Feuerwehr, Sanität, Polizei, Altersheime oder Spitex mit Logistik und «Manpower» über längere Zeit unterstützen.
Um bei einem ernstfallmässigen Einrücken Einsatzfähigkeit und interne Strukturen zu überprüfen, führte der Zivilschutz Region Meilen eine mehrtägige Kompanieübung mit über 100 Dienstpflichtigen durch.
Übungsauftrag waren Instandstellung und Unterstützung nach Erdbeben. Erdbeben können massive Auswirkungen auf die Bevölkerung und ihre Lebensgrundlagen haben, für deren Bewältigung während Tagen und Wochen Einsatzkräfte aufgeboten werden. Die verschiedenen Zivilschutzformationen mussten nun beweisen, dass sie ihre Aufgaben flexibel und einwandfrei erfüllen können.
Auf dem Übungsgelände «Riedikon» bei Uster mussten die Pioniere verschiedene Einsätze in Trümmerlagen bewältigen: eine Personenortung und Rettung in einem Trümmerhaufen durchführen, den sicheren Umgang beim Schneiden mit einer Trennscheibe zeigen und einen beeindruckenden Übungsbrand bekämpfen. Die Truppe verfügt mit dem Stollenrettungsmaterial über spezielle Geräte zur Befreiung von Eingeschlossenen. Fräsen und Bohren in Trümmermassen gehörte auch zum trainierten Handwerk.
Gleichzeitig bereiteten die Logistiker, verstärkt durch die Betreuformation, alles andere vor: Transporte wurden durchgeführt, Material verschoben, Verpflegung vorbereitet, Anlagen für die Übernachtung hergerichtet. Weitere Betreuer unterstützten die Spitex Meilen/Uetikon und das Alterszentrum Platten. Für die Bewohner der «Platten» wurde sogar ein Ausflug in den Wildnispark Langenberg organisiert.
Die WK-Koordination und die Kommunikationsbedürfnisse wurden durch die Angehörigen der Führungsunterstützung sichergestellt. Dazu konnte man auf das eben eingeführte Sicherheitsfunknetz «Polycom» zurückgreifen. Erschwerend war allerdings, dass zwei Führungsstandorte betrieben werden mussten.
Nach den anstrengenden Übungseinsätzen wurde nach Meilen rückverschoben. Eine kühle Dusche und der Bezug der Unterkunft standen an. Im Verpflegungszelt in der Seeanlage Meilen gönnten sich die Zivilschutzangehörigen dann ein stärkendes Nachtessen und eine Verschnaufpause in Form eines Kompanieabends.
Nach einer Nacht in den Zivilschutzanlagen wurden die Übungseinsätze weitergeführt, daneben standen Ausbildungsblöcke mit den Partnern des Bevölkerungsschutzes an. So wurden die Männer durch die Gemeindepolizisten im Verkehrsdienst geschult, und der Rettungssanitäter des Spitals Männedorf unterrichteten die Betreuung und Beurteilung von Verschütteten sowie den fachgerechten Umgang mit den verschiedene Rettungsbahren.
«Die Zivilschutzlogistiker waren stark gefordert und hatten es nicht immer einfach» meint Kommandant Alain Chervet abschliessend. «Sie reagierten aber bei Missverständnissen flexibel und liessen sich einiges einfallen – so wurde die eindrückliche Kompanieleistung erst möglich». Logistikchef Markus Bühler sagte, die im Wiederholungskurs aufgetretenen Fehler liessen sich am besten beheben, wenn sie intern analysiert und aufgearbeitet würden.
Der Zivilschutz-Kompanie Region Meilen attestiert er jedoch einen guten Vorbereitungsstand für den möglichen Ernstfall.

Hardmeier

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