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Ein bäumiges Gemeinschaftswerk

Waldrand im Ortsmuseum: Installation der Stiftung Naturreservat Rappentobe

Das Meilemer Ortsmuseum zeigt zum internationalen Jahr der Biodiversität die Artenvielfalt, die direkt vor unserer Haustüre zu finden ist.
«Wir alle leben von der Natur; auch Banker essen Brot», sagte Michiel Hartman vom Naturschutzverein Meilen an der Vernissage zur Ausstellung am letzten Freitag. Und deshalb plädiere er als «Fan der Schöpfung» dafür, möglichst viel über die Natur in Meilen zu lernen. Denn das Zitat «Je besser wir ein Ökosystem kennen, um so eher werden wir es erhalten» von Soziobiologe Edward O. Wilson treffe den Nagel auf den Kopf.

Es duftet nach Harz und Honig
Stiftungsratsmitglied Claudia de Morsier-Fritz hat das Zitat, das auch die Einladung ziert, ausgesucht. Sie hat zum ersten Mal als Kuratorin eine Ausstellung im Ortsmuseum organisiert und sich dafür gemeinsam mit den sieben teilnehmenden Organisationen und Vereinen mit Herzblut engagiert.
Bereits im Eingangsbereich des Museums duftet es nach Harz, Honig und feuchter Erde: In zwei Räumen wurden üppige Waldränder mit lebenden Büschen und Kräutern gestaltet, und Bienenzüchter Walter Graf hat nebst zehntausend summenden Bienen auf dem Balkon auch einige Honigwaben zum Anschauen und Beschnuppern mitgebracht. Die prächtigen Pflanzenfotos von Rose-Marie Rohweder und viele ausgestopfte Tiere vervollständigen die Inszenierung. Allen Tieren und Pflanzen gemeinsam ist, dass sie am Pfannenstiel zu Hause sind – von der winzigen Rötelmaus bis zum mächtigen Kolkraben.

Pilze, Vogelnester und viele Informationen
Im Gewölbekeller des Ortsmuseums dann fühlt man sich noch mehr wie in einem echten Wald. Das gedämpfte Licht scheint durch ein Blätterdach zu fallen es ist feucht, kühl und still. Die vielen Präparate, zur Verfügung gestellt von der kantonalen Jagdverwaltung und der Schule Obermeilen, wurden von der Forstkorporation und dem Gemeindeförster mit seinen Lehrlingen liebevoll in Szene gesetzt. Dazu kommt viel Holz in Form von ganzen Bäumen und dicken Stämmen. Auch ein 153-jähriger Fichtenstamm ist zu sehen, samt beschrifteten Jahrringen.
Dazwischen findet man immer wieder hübsche Details: Pilze, Vogelnester in den Astgabeln, ein Förster auf seinem Hochstand, ausserdem Informationen und Schaukästen – und viele phantastische Vögel und Käfer, die von den 26 Kindern aus der Kindergartenklasse von Franziska Kilbert gebastelt wurden. Die Kinder begrüssten die Gäste der Vernissage mit ihrem inbrünstig vorgetragenen Lied von den Vögeln, Käfern und Wildtieren im Wald.

Thematische Führungen an den Wochenenden

Die Kleinen haben sich bereits seit Anfang Jahr eingehend mit dem Thema Pfannenstiel auseinandergesetzt.
Dazu haben auch die Besucherinnen und Besucher Gelegenheit: Es finden während der Dauer der Ausstellung, also bis am 11. Juli, jedes Wochenende Führungen statt (Hinweise auf das aktuelle Thema jeweils im Meilener Anzeiger). Auch Anmeldungen von Schulklassen werden von Claudia de Morsier-Fritz gerne engegegengenommen. Öffnungszeiten der Ausstellung: Samstag und Sonntag 14 bis 17 Uhr, am Tag der offenen Tür vom 19. Juni 13 bis 19 Uhr.
Teilnehmende Vereine und Organisationen: Bienenzüchterverein Bezirk Meilen, Forstkorporation Meilen, Jagdgesellschaft Meilen, Kindergarten Dorf, Schule Meilen, Naturschutzverein Meilen, Stiftung Naturreservat Rappentobel, Verein für Pilzkunde Region Pfannenstiel.


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