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«Werkstatt Meilen» im Bild

Ein fertiges Porträt aus dem Fotoprojekt «Werkstatt Meilen»


Teilnehmer für neues Fotoprojekt gesucht

Seit Mitte März ist Fotograf Thomi Flück für ein neues Projekt der Gemeinde unterwegs: Er fotografiert Menschen in Meilen bei der Arbeit. Noch werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht.
Am Ende sollen es rund 500 Porträts sein, die Frauen und Männer zeigen, die in Meilen an der Arbeit sind. «Ich möchte zeigen, wie Menschen in der ‚Werkstatt Meilen’ alle möglichen Tätigkeiten ausüben», hatte Fotograf Thomi Flück im März sich vorgenommen. Schliesslich besagt die Statistik, dass es in Meilen rund 570 Arbeitsstätten mit rund 5000 Arbeitsplätzen gibt, etwa zehn Prozent davon sollen gezeigt werden.

Bereits 250 Porträts sind gemacht
Spätestens bis am 14. August müssen alle Porträts im Kasten sein. Das ganze Projekt steht, wie schon die bekannte Porträtserie vom letzten Jahr, unter dem Titel «Wir sind Meilen» und wird am Spätsommer in der Seeanlage vorgestellt, anlässlich des Begegnungstages. Auftraggeberin ist die Gemeinde Meilen.
Jetzt ist Halbzeit, und auch die Hälfte der Bilder ist gemacht. Der Fotograf liegt gut im Terminplan: Bei vollem Einsatz – er widmet dem Projekt «Werkstatt Meilen» täglich acht bis zehn Stunden Arbeitszeit – hat er bis heute rund 250 Fotoseiten fertiggestellt. Sie bestehen jeweils aus einem formatfüllenden Porträt sowie einer Aufnahme, auf der das Arbeitsumfeld der betreffenden Person zu sehen ist, dazu kommen ein paar persönliche Angaben und ein Statement. Die Idee dahinter: «Die Fotos sollen nicht nur ‚nett’ oder ‚schön’ sein, sondern sie sollen auch eine Wirkung haben: sie sollen der Identifikation, der Dokumentation und auch der Anerkennung dienen», sagt Thomi Flück.

Wer in der Gemeinde arbeitet, ist gefragt
Es ist nun aber nicht so, dass der Fotograf in der Gemeinde herumtelefoniert, um Motive für seine Porträts zusammenzusuchen. Doch hat er immer einen kleinen Stapel Visitenkarten im Hosensack, die er bei Gelegenheit verteilt, denn letztlich ist er darauf angewiesen, dass er aus der Bevölkerung Hinweise auf mögliche Fotoobjekte erhält und dass sich berufstätige Personen bei ihm melden. Nur so kann er bis im August auf die geplanten 500 Fotos kommen. Wichtig: Anders als beim Fotoprojekt «Wir sind Meilen» muss man nicht in der Gemeinde wohnen, um mitmachen zu können. Es reicht, wenn man im Dorf arbeitet.

Einzelpersonen oder Unternehmen
Am besten ist es, man meldet sich direkt bei bei Thomi Flück, wenn man am Projekt teilnehmen möchte, sei es als in Meilen erwerbstätige Einzelperson oder als Unternehmen. Auch grössere Betriebe sind angesprochen: «Bei einer Midor gäbe es sicher einige interessante Tätigkeiten zu finden», sagt der Fotograf und gerät schon ins Träumen: «Empfang, Glacéproduktion, Backwaren, Labor, Verwaltung…» Der Zeitaufwand für den Porträtierten beträgt erfahrungsgemäss zwischen fünf Minuten und einer Stunde, «und ich störe ja nicht, der oder die Person soll einfach wie gewohnt weiterarbeiten.»
Tätowierer, Spengler, Zahnärztin, Elektriker, Philosophin…
Nun hofft der Fotograf, dass zu Finanzberater, Atemtherapeutin, Bademeister, Tätowierer, Schmuckkünstlerin, Tierarzt, Pöstler, Polizist etc. noch viele weitere Porträts stossen, von Spengler über Strassenbauer bis hin zu Schauspieler, Moderatorin, Pferdezüchterin, Landwirt, SBB-Mitarbeiterin, Kioskverkäuferin, Zahnärztin, Elektriker, Wildhüter oder, warum auch nicht, Philosoph.
Ob die Fotos dereinst zum Buch gebunden werden, wie dies mit den 1966 Porträts vom letzten Jahr geschah, ist noch offen. Der Band «Wir sind Meilen» war auf jeden Fall so erfolgreich, dass ihn sogar die deutsche Nationalbibliothek in Leipzig in ihre Bestände aufgenommen hat. Die Begründung der Bibliothek lautete, dass ein solches Projekt weltweit wohl einzigartig sei und deshalb unbedingt in die Bücherei gehöre.
Interessenten für «Werkstatt Meilen» melden sich bitte direkt bei: T. Flück, Ländischstr. 123, Meilen, Tel. 079 203 36 49, oder via E-Mail (bitte mit Terminvorschlägen): fototermin@thomasflueck.ch
(maz)




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