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«Wir sind Meilen»… bei der Arbeit

Hans Isler und Thomi Flück freuen sich auf das nächste Fotoprojekt in Meilen


Teilnehmer für das Fotoprojekt «Werkstatt Meilen» gesucht

Das erfolgreiche Fotoprojekt «Wir sind Meilen» erhält 2009 einen Nachfolger: Ab sofort ist Fotograf Thomi Flück wieder mit der Kamera unterwegs. Diesmal zeigt er Frauen und Männer am Arbeiten.
Was in Meilen zu Beginn des 21. Jahrhunderts alles gearbeitet wird, dürfte den wenigsten klar sein und sicher auch die eine oder andere Überraschung bergen. Das Fotoprojekt «Werkstatt Meilen» soll nun zur Bestandesaufnahme beitragen. Analog zur Porträtreihe «Wir sind Meilen» vom Sommer 2008, die die Bevölkerung rundum begeisterte, möchte Thomi Flück den dörflichen – oder städtischen? – Alltag abbilden und ein Dokument schaffen, das nicht nur die Porträtierten überzeugt, sondern auch spätere Generationen begeistern soll. Dafür braucht der Fotograf die Mitarbeit der Bevölkerung. Wer mitmachen möchte, kann sich unter fototermin@thomasflueck.ch direkt bei ihm melden.
Gemeindepräsident Hans Isler und Fotograf Thomi Flück erzählen im Interview, wie das neue Projekt konkret aussehen wird und auch, welche Ziele die Gemeinde damit verfolgt.

Hans Isler, weshalb das neue Projekt?
Das ganze Projekt steht – wie schon die Porträts von letztem Jahr – unter dem Titel «Wir sind Meilen». Damit soll der Anteil der Menschen, die aktiv am Dorfgeschehen teilnehmen, weiter erhöht werden, was eines unserer Legislaturziele ist. Das Projekt ist auch Dreh- und Angelpunkt des Begegnungstages 2009, der im August stattfinden wird.

Warum gibt es wieder ein Fotoprojekt?

Der Erfolg des letzten Fotoprojektes verführt natürlich dazu! Ausserdem wollten wir ein passendes Element für den Begegnungstag finden, und die Seeanlage ist für eine Fotoausstellung prädestiniert. Wir haben das Konzept nun so abgeändert, dass eine Mehrfachnutzung der Stellwände möglich ist, das heisst, die Fotoausstellung könnte zur Tradition werden.

Thomi Flück, wer steht diesmal im Zentrum der Fotografien?

Einfach gesagt: alle, die in der «Werkstatt Meilen» eine Tätigkeit ausüben, von der einfachsten Arbeit bis in die Teppichetagen, wobei es diesmal nicht darauf ankommt, ob jemand im Dorf wohnt – wichtig ist nur, dass er hier arbeitet. Beim letzten Projekt konnte ich einige Menschen nicht fotografieren, weil sie nicht in Meilen wohnen, obwohl auch sie unser tägliches Leben prägen. Ich finde es schön, dass wir diesmal alle mitnehmen können.

Wie viele Porträts werden es am Ende sein?
Das Ziel sind rund 500, denn Meilen gibt es rund 500 Arbeitsstätten und etwa 5000 Arbeitsplätze. Es sollen also nicht sämtliche Mitarbeitenden eines Betriebs fotografiert werden, aber das ist auch nicht nötig, weil ja in erster Linie gezeigt werden soll, was und wie in Meilen gearbeitet wird. Auf jeden Fall birgt das Konzept eine grosse Vielfalt; es ist das Übliche genauso interessant wie das Exotische. Ich freue mich schon darauf, auch etwas zu erfahren über Tätigkeiten, die nicht so bekannt sind.

Gibt es bereits eine Idee, wie die Porträts konkret aussehen sollen?
Von jeder Person wird es ein formatfüllendes Porträt geben sowie ein Foto, auf dem das Arbeitsumfeld zu sehen ist. Unter diesen beiden Bildern steht der Name der Person, ihr Beruf und der Name der Firma, bei der sie arbeitet sowie ihre Antwort auf meine Frage «Was bewirken Sie mit ihrer Arbeit?». Es braucht da also eine gewisse Zusammenarbeit von mir als Fotograf mit dem zu Porträtierenden, damit wir eine arbeitstypische Situation finden können. Einen Winzer zum Beispiel fotografiere ich bei der Arbeit im Rebberg, einen Nachtwächter auf seiner Bewachungstour, Gemeindeschreiber Didier Mayenzet bei einer Gemeindeversammlung und so weiter.

Und wie finden Sie die Personen? Anders als beim ersten Projekt können Sie ja nicht alle rekrutieren, indem Sie sie auf der Strasse ansprechen.
Richtig: Es ist deshalb ganz wichtig, dass man sich bei mir meldet. Selbständige und Unternehmen sollen mir bitte ein Mail senden (fototermin@thomasflueck.ch) mit einer kurzen Beschreibung der Tätigkeit, den Koordinaten und einigen Terminvorschlägen. Ich werde mich dann telefonisch melden, damit wir einen passenden Fototermin abmachen können. Bei Filialen muss ausserdem die Einwilligung und eine Fotoerlaubnis bei Mutterfirma eingeholt werden. Aber ich werde auch Menschen fotografieren, die ich beispielsweise auf der Strasse beim Arbeiten antreffe.

Eine grosse Aufgabe. Bis wann soll das Projekt abgeschlossen sein?
Bis am 14. August muss alles im Kasten sein. Ich bin übrigens bereits am Fotografieren.

Hans Isler, in welchem Rahmen werden die Bilder zu sehen sein?
Vernissage ist anlässlich des Begegnungstages am 29. August. Danach bleiben die Bilder einen Monat lang in der Seeanlage.

Ist auch wieder ein Buch geplant?
Falls sich wieder ein Herausgeber findet – wie letztes Mal die Mittwochgesellschaft –, dann ja. Hoffentlich!
(ch/ka)






Hardmeier

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