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39 Wohnungen – alle mit Balkon

Gute Stimmung bei der Schlüsselübergabe: Die Arbeiten konnten budget- und zeitgerecht abgeschlossen werden

Schlüsselübergabe im Alterszentrum

 

Wo früher Alterswohnungen der Meilemer Stiftung Alters- und Pflegheim standen, die hinsichtlich Platzbedarf, Ausstattung, internem Schallschutz und Energiebedarf nicht mehr modernen Anforderungen entsprachen, sind zwei neue Gebäude samt Innenhof entstanden.
Eine Machbarkeitsstudie im Jahr 2007 hatte ergeben, dass ein Neubau hinsichtlich Kosten-Nutzen-Verhältnis die sinnvollere Variante ist als der Umbau der bestehenden Gebäude. Jetzt sind die beiden Häuser vollendet, und die bereits eingezogenen Bewohner sind, wie Direktorin Gisela Kessler-Berther berichtete, durchwegs begeistert vom Ergebnis.
20 Monate Bauzeit waren geplant und konnten, wie auch das Budget von 16 Millionen Franken, eingehalten werden. Dies, obwohl eine unvorhergesehene Herausforderung auf die Bauherren wartete: Eine Abwasserleitung, die auf keinem Plan eingezeichnet war, verläuft mitten durch das Grundstück. Trotz dem daraus resultierenden zeitlichen Rückschlag von rund fünf Wochen konnten alle Termine eingehalten werden.
Baubeginn war im Jahr 2010, die ersten Mieter sind bereits vor zwei Wochen in ihrem neuen Zuhause angekommen. Bis Ende Januar 2012 werden dann alle vermieteten Wohnungen bezogen sein. Die Umgebungsarbeiten folgen in diesem Jahr.

Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk

Am Bau waren beteiligt: als Bauherrenvertretung das WohnBauBüro aus Tann, für die Architektur Haerle Hubacher Architekten BSA aus Zürich, für die Landschaftsarchitektur Balliana Schubert Landschaftsarchitekten AG aus Zürich, aus Meilen die Künstlerin Sibylle Pasche und, aus Zürich, die Halter Generalunternehmung AG. Gesamthaft entstanden in den zwei Flachdach-Häusern 39 Wohnungen. Die kleinste Wohnung ist eine Einzimmerwohnung mit einer Fläche von 42 Quadratmetern, die grösste Wohnung misst rund 76 Quadratmeter, verteilt auf 3 ½ Zimmer.
An der symbolischen Schlüsselübergabe am Vorabend von Weihnachten, am 23. Dezember, wurden den Medien und Gemeindevertretern die fertigen Wohnungen präsentiert. Sowohl der Präsident der Stiftung Alters- und Pflegeheim Meilen, Edi Müller, wie auch die beiden Vertreter der Halter Generalunternehmung AG lobten dabei einmütig die gute Zusammenarbeit.

«Mentale Unabhängigkeit» ist gewährleistet

Die Wohnungen sind sehr geräumig und funktionell gebaut. Viele Einbauschränke und Schiebetüren sorgen dafür, dass der Platz möglichst optimal genutzt werden kann; das aquablaue Badezimmer und die helle Küchenzeile sind überall identisch. Die spektakuläre Aussicht auf den Zürichsee aus vielen Fenstern ist ein Highlight, und sämtliche Wohnungen verfügen über einen Balkon.
Praktisch: Im Gebäude ist alles rollstuhlgängig. Sowohl das Treppenhaus wie auch der Innenhof sollen denn auch als gemütliche Begegnungszonen dienen, die Häuser als Ganzes sollen lebendig wirken und ein Zuhause bieten, in dem man sich wohlfühlt. Für einen Blickfang im Innenhof sorgt das Kunstwerk der Meilemerin Sibylle Pasche.
Die Gebäude verfügen zudem über einen unterirdischen Verbindungsgang inklusive Lift zum Alterszentrum Platten, das auch via Innenhof mit einer Rampe zugänglich ist. Das gibt den Bewohnern die Möglichkeit, von diversen Angeboten des Alterszentrums zu profitieren und an Anlässen des Zentrums teilzunehmen.
Gisela Kessler-Berther: «Die Wohnungen bieten den Mieterinnen und Mietern eine ‚mentale Unabhängigkeit’, gleichzeitig ist es ihnen möglich, von diversen Serviceangeboten zu profitieren, die ihnen das Leben vereinfachen.» Das Dienstleistungsangebot reicht von der Wäscheversorgung über die Wohnungsreinigung bis hin zum Altersturnen und zum Fitnessabonnement.

Das Durchschnittsalter liegt bei 80 Jahren
Durchschnittlich sind die Mieterinnen und Mieter 80 Jahre alt. Die Altersspanne liegt zwischen 62 und 94 Jahren. Vorwiegend handelt es sich um Einzelpersonen, und über 80 Prozent der Bewohner sind Frauen.
Die Mitzinsen betragen je nach Grösse der Wohnung zwischen 1190 und 2370 Franken monatlich, ohne Nebenkosten. Rund ein Viertel der Mieterschaft erhält Mietzinsbeiträge von der Gemeinde. Voraussichtlich ist dafür im Jahr 2012 mit total 60'000 Franken Kosten zu rechnen.
Die Bedingungen zur Vergabe der Wohnungen sind übrigens klar geregelt: In erster Linie berücksichtigt werden Personen, die ihren Wohnsitz in den letzten zehn Jahren während mindestens zwei Jahren in der Gemeinde Meilen hatten. Auch müssen die Mieter fähig sein, den Haushalt selbstständig zu führen, und bei der Vermietung von grösseren Wohnungen werden Ehepaare bevorzugt behandelt.

Hardmeier

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