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Brotsuppe, so gut wie vor 900 Jahren
Sie lebte vor mehr als neunhundert Jahren, aber noch heute kochen wir nach ihren Rezepten: Hildegard von Bingen (1098 – 1179) war eine Benediktinier-Äbtissin, die ihrer Zeit weit voraus war.
Manche nennen sie «die erste deutsche Ärztin», weil sie ein profundes Wissen über Kräuter- und Heilkunde besass. Als Erste verwies sie auf den Zusammenhang zwischen seelischem Wohlbefinden und körperlichem Wohlsein. Sie war es auch, die sich mit der Wirkung von Nahrungsmitteln, Kräutern und Gewürzen auf die Gesundheit befasste und Sie hinterliess uns – neben Rezepten – mehrere Werke, die sich mit Religion, Medizin, Musik, Ethik und Kosmologie befassen.
Auch im Feldner Lebensquell kocht man gerne nach den gesunden und vollwertigen Rezepten der Hildegard von Bingen. So ist unser Rezept der Woche, eine Brotsuppe, immer wieder einmal Bestandteil des dreigängigen Vollwertmenus, das bei Lebensquell jeden Donnerstag frisch zubereitet wird. Man kann es übrigens – nach Vorbestellung bis Donnerstagvormittag – ab 12 Uhr abholen und zu Hause, im Büro oder auch direkt im Lebensquell essen. Am Freitag ist Wähentag, und die ganze Woche über gibt es frische, vegetarische Vollwert-Sandwiches (8.30 bis 17.00 Uhr). Lebensquell, Gen. Wille-Strasse 61, Meilen, Telefon 043 844 08 18.
Zutaten für 5 Portionen
10 Scheiben altbackenes Vollkornbrot
1 grosse Zwiebel
20 g Butter
1 ½ l Gemüsebouillon
Salz, Pfeffer, Muskatnuss frisch gerieben
Schnittlauch, Petersilie
Zubereitung
Falls das Brot noch nicht ganz getrocknet ist, die Brotscheiben im Toaster oder auf dem Blech im Backofen goldbraun rösten.
Die Zwiebel schälen, fein schneiden und in der zerlassenen Butter bräunen.
Mit der Gemüsebouillon aufgiessen.
Das Brot in kleinere Stücke brechen, Brot und Gewürze dazugeben.
Ca. 15 Min. leicht kochen lassen, dann mit dem Mixer pürieren und die fein gehackten Kräuter dazugeben.
Vor dem Servieren nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Tipp
Zum Schluss noch etwas Schlagrahm drunter rühren, oder 1-2 Eigelb mit Schlagrahm vermischt – das macht die Suppe noch gehaltvoller.
Variante: Kleine Gemüsestücke mitkochen (z.B. Rüebli oder Sellerie) und mit Brotwürfeln garnieren.