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FEE feiert das 10-Jahre-Jubiläum

Gemeinderat Beat Hodel bedankt sich mit einem Blumenstrauss bei Jacqueline Fehr für ihre Rede

Grosse Chance nicht nur für Kinder

Eine wichtige Meilemer Institution hat Geburtstag: Vor zehn Jahren schlossen sich der Hort, die Vereine der Mittagstische und Tagesmütter unter einem gemeinsamen Dach zusammen. Es entstand FEE (Verein Familienergänzende Einrichtungen). Viele Gäste haben das Jubiläum gefeiert.
Die Zahlen sind beeindruckend und sprechen Bände. Vor zehn Jahren noch betreute der Verein FEE mit seinen Einrichtungen erst gut 100 Kinder. Heute sind es bereits 455 Mädchen und Buben aus 330 Familien. Eine eindrückliche Steigerung, die zeigt, dass die familienergänzende Kinderbetreuung in Meilen immer wichtiger wird, und dass zahlreiche Familien das Angebot nutzen und darauf angewiesen sind.
Die offizielle Jubiläums-Feier fand am letzten Freitag im Jürg Wille-Saal des Restaurant Löwen statt. Beat Hodel, Gemeinderat und Mitglied des Vorstands sowie Claudia Imholz, Präsidentin FEE, führten durch den abwechslungsreichen Abend. Rund 80 Gäste waren geladen, die aktiv am Aufbau des Vereins FEE mitgewirkt hatten und die teilweise noch heute an der Weiterführung beteiligt sind.

Eine Nationalrätin gratuliert
In ihrer Grussrede gratulierte Jacqueline Fehr, Nationalrätin und Vize-Präsidentin des Vereins Pro Familie Schweiz, zum Jubiläum. Es sei eine zentrale Aufgabe der Gesellschaft, genügend gute und vor allem auch finanzierbare Betreuungsplätze anzubieten, sagte sie.
«Für Kinder ist eine gut geführte Krippe oder eine Tagesschule eine grosse Chance. Das merken jeweils bald auch die Grosseltern, die vielleicht zu Beginn noch skeptisch sind», meinte Jacqueline Fehr. Mit der familienergänzenden Betreuung würden vor allem auch junge Paare unterstützt. Es brauche das Angebot ausserdem, damit die Eltern ihren beruflichen Zielen nachgehen können. Voraussetzung seien natürlich ein politischer Rahmen und die konkrete Umsetzung, sagte Jacqueline Fehr weiter. Es gebe viele Argumente, die für ein breites Angebot der familienergänzenden Kinderbetreuung sprächen.
Beat Hodel betonte, dass der Gemeinderat das Angebot des Vereins FEE sehr schätze, und dass man heute dadurch, was die familien- und schulergänzende Betreuung betreffe, zu den Vorzeigegemeinden gehöre.
FEE-Präsidentin Claudia Imholz stellte ihrerseits fest, dass in den letzten zehn Jahren in Sachen familienergänzende Betreuung in Meilen Beträchtliches geleistet wurde. Sie sprach den Anwesenden für deren grossen Einsatz ein herzliches Dankeschön aus und ergänzte, dass sich der Verein nicht auf den Lorbeeren ausruhen werde, es gebe noch viele Herausforderungen.
Andrea Lanfranchi, Professor für Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, schilderte warmherzig und humorvoll die Erfahrungen, die er machte, als er vor zehn Jahren nach Meilen umgezogen war. Damals sei das Angebot noch recht bescheiden gewesen. Seine Tochter Chiara zählte dann auch zu den ersten «Kundinnen» von FEE. Sie war das erste Mädchen, das nach der Eröffnung 1999 die Kinderkrippe Sternen besuchte. «Es hat mir sehr gefallen und ich habe mich immer sehr wohl gefühlt», sagt Chiara heute rückblickend.

Rückblick auf die Geschichte
Der Verein FEE präsentierte am Festakt auch eine Jubiläumsschrift, ein Rückblick auf die ersten zehn Jahre Vereinsgeschichte: Der Grundstein wurde bereits im Dezember 1995 gelegt. Die Schulpflege und der Gemeinderat beschlossen, ein Konzept für die Kinderbetreuung in Meilen zu erarbeiten.
Zwei Jahre später, am 10. September 1997, fand die Gründungsversammlung des Vereins statt, und am 28. September sagten die Bürgerinnen und Bürger an einer Volksabstimmung Ja zur Defizitgarantie des Vereins. Damit standen die Ampeln auf Grün.
Es folgten Jahre der harten Aufbauarbeit. Der Verein musste sich Strukturen geben und die verschiedenen Organisationen zusammenführen. Die finanziellen Mittel waren knapp. Im Sommer 1999 war ein erstes Etappenziel erreicht, die ursprünglich geplanten Betreuungsaufgaben (Hort, Mittagstisch und Tagesfamilien) waren in der FEE integriert.  
Es folgten weitere Schritte, mit dem Aufbau des Chinderhuus Sternen und der Übernahme des Chinderhuus Sunnestrahl. Im Juni 2003 stimmte die Gemeindeversammlung mit überwältigendem Mehr dem Bau von zwei Pavillons zu, für die beiden Schülerclubs bei den Schulen Allmend und Feldmeilen.
Der Verein konnte die Qualität laufend verbessern. «Der Qualitätssicherung und -entwicklung wird immer mehr Stellenwert beigemessen», sagt Eveline Schacher Greuter, Geschäftsführerin des Vereins FEE. Auch dank der zukunftsgerichteten Politik der Gemeinde verfüge Meilen heute über ein umfassendes, qualitativ gutes und kindergerechtes Betreuungsangebot.
Die Festschrift kann bestellt werden unter Telefon 044 923 63 66 oder verein-fee@bluewin.ch
(mr)


Hardmeier

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