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Neue Miss Meilen gekürt
Felina ist die Schönste
Bei prächtigem, wenn auch kühlem Herbstwetter trafen sich am Samstag zahlreiche Besucher zur Viehschau auf der Büelen.
Dieses Jahr präsentierte sich die Gemeindeviehausstellung etwas grösser als sonst: Neben der Prämierung in den üblichen Kategorien wurden auch acht mal drei Kühe aus Nachbargemeinden gezeigt, die sich um den Genossenschaftscup bewarben.
Zur Feier des Tages hatten sich ausserdem alle anwesenden Landwirte in rote oder blaue «Sännechutteli» gekleidet, was sich vor dem sattgrünen Gras und dem hellblauen Himmel sehr festlich ausnahm. Die total 167 Kühe und der einzige Stier, der zweieinhalbjährige Waldek, kamen wie üblich daher: braun oder gefleckt, jedoch von Huf über Kopf bis Schwanzspitze auf Hochglanz gestriegelt und geputzt.
Reto Alig, OK-Präsident und neuer Präsident der Viehzuchtgenossenschaft, zeigte einmal mehr den Star in seinem Stall, die braune Jana. Sie musste den Titel der «Miss Meilen» dieses Jahr allerdings an Felina abgeben. Die Auszeichnung bleibt dennoch im selben Stall: Auch Felina, eine Schwarzbunte Holsteiner, gehört der Betriebsgemeinschaft Alig/Goldschmied. Quasi zum Trost gewann Jana den Preis für das schönste Euter bei älteren Kühen. Der Schön-Euter-Preis bei den jüngeren Kühen ging an Vinora von den Gebrüdern Schmid.
Den Genossenschaftscup gewann Mönchaltorf vor Hombrechtikon und Meilen. Dabei ging es darum, den Experten mit einer möglichst prächtigen und ausgeglichenen Gruppe von drei Kühen zu beeindrucken.
Insgesamt fanden in 15 verschiedenen Kategorien Prämierungen statt; erstmals gekürt wurde heuer die Grüezi-Kuh. Nora kann zwar nicht Pfötchen geben, aber dafür verfügt sie über ein sehr sanftes Gemüt, ist anhänglich und neugierig. Gemeinderätin Irene Ritz verliebte sich regelrecht in die freundliche Schönheit mit den grossen braunen Augen und fütterte sie mit einem Apfel, bevor sie die Grussbotschaft des Gemeinderates überbrachte.
Der Gemeinderat war fast in corpore anwesend und freute sich nicht nur über den Grossaufmarsch, die perfekte Vorarbeit der Landwirte und die lüpfige Musik, sondern auch über das erstmals aufgestellte Festzelt, in dem Grilladen und Pommes-Frites serviert wurden.
Auch für Nicht-Landwirte gab es einiges zu sehen: Die Kinder konnten sich im Streichelzoo vergnügen, im Festzelt wurde Musik gespielt, und bei einem Wettbewerb konnten die Besucher das Gesamtgewicht von drei ganz unterschiedlichen Viechern schätzen. Die Auflösung des Rätsels ergab, dass Stier Waldek, «Grüezi»-Nora und Hilda, eine 14-jährige zwölffache Mutterkuh, zusammen 2435 Kilogramm auf die Waage bringen.
(ch/ka)