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Ende gut, alles gut

Hans Isler (links) übergibt Kurt di Gallo den symbolischen Schlüssel für die «Wäck»

Schlüsselübergabe im Haus Wäckerling

Per 1. Juli ging das Alters- und Pflegeheim Wäckerling in Uetikon definitiv an den privaten Altersheimbetreiber Kurt di Gallo über. Damit nimmt eine lange Leidensgeschichte ihr Ende.
Bis 2006 fungierte das Haus Wäckerling für sieben Zweckverbands-Gemeinden der Region, darunter auch Meilen, als sanierungsbedürftiges und damit finanziell aufwändiges Alters- und Pflegeheim, das erst 1992 dem Kanton abgekauft worden war. Schliesslich wurde der Zweckverband aufgelöst, und nach längeren Verhandlungen erhielt die private di Gallo Gruppe den Zuschlag zur Übernahme.
An die kurvenreiche und schwierige Vorgeschichte mochten die anwesenden Honoratioren nun gar nicht mehr denken: Sowohl der ehemalige Präsident des Wäck-Zweckverbandes und Gemeindepräsident von Meilen, Hans Isler, als auch der Vertreter der Standortgemeinde Uetikon, Gemeindepräsident Kurt Hänggi, sowie Kurt di Gallo strahlten am letzten Samstag nur noch um die Wette. Der 5. Juli als Termin für die Schlüsselübergabe mit gleichzeitigem Tag der offenen Tür zeigte sich denn auch passenderweise wunderbar sonnig und bildete einen würdigen Rahmen für ein schönes Fest.
Das Alters- und Pflegeheim Wäckerling steht nun bereits seit Anfang Jahr unter der operativen Leitung des neuen Besitzers Kurt di Gallo, der Werner Bänziger als Wäck-Direktor verpflichtet hat. Kurt di Gallo und seine grosse Familie betreiben mit ihrer AG in der Schweiz insgesamt genau ein Dutzend Häuser zur Pflege von vorwiegend älteren Menschen, und dies durchwegs erfolgreich. Mit der symbolischen Übergabe des grossen goldenen Schlüssels ging nun auch die Verantwortung für die Wäck voll und ganz an die di Gallo-Gruppe über, die im ersten halben Jahr ihres Wirkens in Uetikon bereits einige schöne Akzente setzen konnte.
Der Betrieb mit seinen knapp 140 Angestellten läuft gut, das Haus A konnte bereits wieder eröffnet werden, die Demenzwohngruppen sind belegt, auch im Haus B weist die somatische Abteilung wieder eine bessere Belegung auf («nicht rekrutiert aus den Verbandsgemeinden, was aber für einen privaten Betreiber nicht von Belang ist», bemerkte Hans Isler dazu).
Mitte August wird zudem eine neue Tagesstätte eröffnet, die älteren Menschen, die zu Hause von den Angehörigen betreut werden, tageweise oder nachts Betreuung und Pflege bietet; damit können die Verwandten entlastet werden. Dieses Angebot passt zum neuen Nutzungskonzept der Wäck: Neben einem Pflegezentrum will sie auch und vor allem in den Bereichen Demenz und Gerontologie, der Wissenschaft vom Alter, «einiges bewegen», wie Kurt di Gallo sagte.
Am Tag der offenen Tür wurden neben Führungen durch das Haus auch ein Klavierkonzert, Flamencotanz und Filme geboten, und wer mochte, konnte sich mit Älplermakronen und Öpfelmues oder mit Wurst und Brot stärken. Kein Zweifel: Im historischen Gebäude mit dem einmaligen Ambiente blickt man zuversichtlich in die Zukunft. «Lassen wir uns durch den Tatbeweis überzeugen, dass Behörden und Bevölkerung in der Gruppe di Gallo einen zukunftsträchtigen und verlässlichen Partner für ‚ihre Wäcki’ gefunden haben», zeigte sich denn auch Hans Isler in seiner Ansprache zuversichtlich.
(ch/ka)



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