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Die Stöckenweid sucht noch Spenden für den Ausbau
So eifrig wird selten ein Spatenstich vorgenommen: Am letzten Montag griffen Bewohner und Mitarbeiter des Werkheims Stöckenweid zur Schaufel und machten mit Hingabe den symbolischen Auftakt zur Bauphase.
Alle erforderlichen Bewilligungen sind in den letzten Tagen eingetroffen: Nach anderthalbjähriger Planungsphase beginnt nun die voraussichtlich ebenfalls anderthalb Jahre dauernde Bauzeit.
Der Neubau umfasst einen neuen Saal mit Küche hinter dem Hauptgebäude, eine neue Werkstatt im Norden sowie die Vergrösserung des Wohnraums gegen Süden. Dort, auf dem Areal des zukünftigen neuen Wohntrakts, fand bei schönstem Sommerwetter der Spatenstich statt.
«Das Ausbauprojekt ist kein Luxus», sagte Heimleiter Gregor Stöckli, der seit den Anfängen im Jahr 1993 mit dabei ist, «wir müssen zur Zeit regelmässig Anfragen ablehnen, da das Heim aus allen Nähten platzt». In den neuen Anbauten werden zusätzliche 18 Arbeits- und 15 Wohnplätze für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung aus dem Bezirk geschaffen. Ausserdem erhalten die jetzigen Bewohner neu statt Zweierzimmern jeweils ein Einzelzimmer. Für sie, die oft Jahre in der Stöckenweid verbringen, ist damit für ein Minimum an Privatsphäre gesorgt.
Der Ausbau der Stöckenweid in Feldmeilen kostet 12,5 Millionen Franken. Etwa die Hälfte davon wird durch Bund, Kanton und Bezirksgemeinden finanziert, den Rest muss die Stiftung selber aufbringen bzw. durch eine Hypothek decken. Dennoch verbleibt ein Restbetrag von rund 3 Millionen Franken, der von privater Seite durch Spenden gedeckt werden muss.
Das Spendenbarometer auf der Homepage der Stiftung (www.stoeckenweid.ch) zeigt, dass bis zu den 3 Millionen noch 2,6 Millionen fehlen, weshalb Stiftungsratspräsident Kuno Müller nochmals eindringlich zum Spenden aufrief: «Wir können das Geld wirklich brauchen», sagte er, «es gibt in unserem Bezirk doch viele Menschen, die gerne helfen würden, wenn sie nur wüssten, dass es uns gibt.»
(ch/ka)