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Empfang an der Fähre
Am letzten Sonntag kehrten der Männerchor Meilen und die Jumu Meilen-Uetikon-Egg von Vorträgen zurück und wurden feierlich begrüsst.
Der Männerchor Meilen war gemeinsam mit dem ebenfalls von Peter Gross dirigierten Männerchor Eintracht Wädenswil in Weinfelden zum Wettsingen angetreten. Die Jugendmusik Meilen-Uetikon-Egg (Jumu) hatte ihr Können in Solothurn zum besten gegeben.
Beide kehrten sie von ihren Auftritten für einmal nicht per Bahn, sondern mit der Fähre an den Zürichsee zurück, wo sie schon von spalierstehenden Fahnenschwenkern, Winzer Marcus Schneider mit einem Apéro und Gemeinderat Beat Hodel erwartet wurden. Sowohl die Fahnenträger und der Gemeinderat als auch Marcus Schneider und die Rückkehrer harrten trotz Nieselregens tapfer ohne Schirm aus und bewiesen sogar, dass auch andauerndes Hudelwetter im Juni kein Grund ist, den Kopf hängen zu lassen: Die Stimmung war bestens und wurde noch besser, als man sich im Public Viewing Festzelt an der Wärme niederlassen und dem Spiel des Musikvereins Meilen lauschen durfte. Damit versammelten sich gleich drei Meilemer Formationen unter einem Zeltdach, nämlich die Jumu, der Männerchor und der Musikverein.
In seiner Ansprache bedankte sich Beat Hodel daraufhin bei den Verantwortlichen der Jugendmusik dafür, dass es ihnen immer wieder gelingt, junge Leute zu motivieren, in der Musik Befriedigung zu finden: «Nachwuchsförderung ist auch im musischen Bereich ausserordentlich wichtig», sagte er. Er begrüsste zudem ausdrücklich die Vertreter des Männerchors Wädenswil, mit denen die Meilemer aufgetreten waren.
Wie Männerchor-Präsident Otto Wegmann später stolz sagte, führte der gemeinsame Auftritt der vereinigten Chöre von Meilen und Wädenswil unter der Leitung von Peter Gross zur Bewertung «sehr gut» für die beiden Wettkampflieder, nämlich «Le Vieux Chalet» und ein Song aus «My Fair Lady». Insgesamt haben rund 480 Chöre und über 15'000 Sängerinnen und Sänger ihr Können am Schweizer Gesangsfest Weinfelden 2008 vorgestellt. Die Jumu-Musiker erhielten am Schweizer Jugendmusikfest in Solothurn eine bronzene Auszeichnung; sie klassierten sich unter den 18 Teilnehmern der Kategorie «Harmonie Mittelstufe» auf dem 11. Platz.
Nun waren alle hungrig: Es gab Hörnli und G’hackets. Und getreu dem Motto «Singe, wem Gesang gegeben, doch wer’s nicht kann, soll einen heben», zitiert von Gemeinderat Beat Hodel, stiessen schliesslich auch die nicht-musikalischen Anwesenden auf das EM-Spiel der Schweizer Nationalmannschaft an, das bekanntlich mit der Landeshymne begann und mit einem 2:0-Sieg über Portugal endete.
(ch/ka)