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Kirchgasse ist Fussgägngerzone

Banddurchschnitt

Vortritt für Fussgänger

«Me seit Grüezi», wünscht sich der Gemeinderat. Vor allem in der Meilemer Kirchgasse, wo der Fussgänger nun König ist. Den Anfang machte ein Fest.
«Grüezi Meile» vom letzten Samstag stand wettermässig unter einem guten Stern: Es war trocken, warm, aber nicht zu sonnig – genau die richtigen Bedingungen also, um die Kirchgasse mit der ersten Meilemer Begegnungszone einmal zu besuchen und zu begehen. Und so strömte das Publikum denn auch mit Kind und Kegel während des ganzen Samstags mal mehr, mal weniger, aber stetig.
Gleich zu Beginn des Festes um 11 Uhr enthüllte Gemeinderat Christoph Hiller die Verkehrstafel, die offiziell macht, was schon schon seit längerem beschlossene Sache ist: Die Kirchgasse wird auf ihrer gesamten Länge von der Dorf- bis an die Seestrasse zur Begegnungszone. Das heisst: Für Autofahrer gilt Tempo 20, und Fussgänger haben grundsätzlich Vortritt.
Dass an der Kirchgasse nun wirklich die Langsamkeit einzieht, zeigte der kleine Alpabzug, den Burg-Landwirt Ueli Dolder inszeniert hatte: Gemächlich und unter lautem Glockengebimmel zogen stattliche Kühe Richtung See.
«Heute verbinden sich gewissermassen zwei Handlungsstränge, die sich aus dem Leitbild des Gemeinderats entwickelt haben», sagte Gemeindepräsident Hans Isler danach bei seiner Ansprache. «Erstens die Erreichung eines Zieles aus dem Verkehrskonzept 2003, wonach die Kirchgasse ein benutzergerechtes Verkehrsregime erhält.» Zweitens, so Isler weiter, sollen die Meilemerinnen und Meilemer als weiteres Legislaturziel auch wieder mehr ins Dorfleben eingebunden werden, «vielleicht trotz der täglichen Hektik wieder einmal einen dörflichen Schwatz halten», eben: «Grüezi sagen.» Deshalb werden bis im August auch in allen Wachten «Grüezi-Wege» eingerichtet, also Wege, die zum Verweilen einladen, wie die Kirchgasse.
An der lockten am Samstag nicht nur zahlreiche Verpflegungsstände – vom Meilemer Spiess bei Luminati bis zum selbst gebackenen Kuchen von Meilemer Frauen konnte so einiges gekostet werden –, es gab auch Musik, Stände, spezielle Aktionen der Geschäfte und Vereinsinformationen. Und Fotograf Thomi Flück konnte für sein Projekt «Wir sind Meilen» (siehe Meilener Anzeiger von letzter Woche) den ganzen Tag aus dem Vollen schöpfen: Viele Festbesucher, manche mit einem aufgemalten Meilen-Wappen auf der Backe, liessen sich noch so gerne ablichten.

(ch/ka)



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