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Die Gemeindeversammlung vom kommenden Montag ist wichtig
An der Gemeindeversammlung vom 10. März stehen die Geschäfte zum Thema Dorfkern im Zentrum. Die Vorlagen sind für Meilens zukünftige Entwicklung prägend.
Drei Geschäfte werden an der kommenden Gemeindeversammlung vom Montag das Thema «Dorfkern Meilen» zum Inhalt haben: Nach einem sieben Jahre dauernden Entwicklungsprozess, in den auch Parteien, Wachten und der HGM (Handwerks- und Gewerbeverein) mit einbezogen waren, steht nun ein Lösungsvorschlag zur Debatte, der eine konkrete Zukunft des Meilemer Dorfkerns vorzeichnet.
Gemeindepräsident Hans Isler und Hochbauvorsteher Jürg Herter nahmen am letzten Dienstag die bevorstehende und entscheidende Gemeindeversammlung zum Anlass, an einem Mediengespräch ausführlich über die Vorlagen zu informieren und Fragen zu beantworten. Ausserdem wurde darauf hingeweisen, dass das Projekt Nucleus, die Pläne und das Modell noch bis am Montag, 10. März zu den normalen Öffnungzeiten im Gemeindehaus zur Besichtigung bereit steht. Es besteht also für all jene, die sich mit dem Thema Dorfkern bisher noch nicht im Detail auseinandergesetzt haben, die allerletzte Möglichkeit, dies nachzuholen.
Die gewichtigste der drei Vorlagen vom kommenden Montag: Gemeinderat und Schulpflege stellen den Antrag auf Genehmigung des Baurechtsvertrags mit dem Investor Swisscanto Anlagestiftung. Swisscanto soll jene rund 27 Millionen Franken aufbringen, die es braucht, um ein neues Dorfzentrum mit drei neuen Häusern für Läden und Wohnungen sowie eine Parkgarage mit knapp 200 öffentlichen und weiteren privaten Parkplätzen zu erstellen. Gleichzeitig soll damit die Grundlage geschaffen werden, um die Verkehrsprobleme im Zentrum zu lösen und – dank dem Baurechtszins, den die Gemeinde vom Investor erhält – einen Ort der Begegnung mitten in Meilens Zentrum auf die Beine zu stellen.
«Es geht darum, die Zentrumsfunktion von Meilen zu stärken. Um genügend Freiraum zu erhalten, wurde aber auf 40 % Nutzung in der Kernzone verzichtet.» betonte Jürg Herter. Die Architektur solle zeitgenössisch sein.
Dem Lösungsvorschlag der Behörden, der von sämtlichen politischen Parteien unterstützt wird (Stellungnahmen im MAZ 29.2 und 7.3.), steht die Einzelinitiative von Edwin Bolleter gegenüber. Er fordert anstelle des Projekts Nucleus die Beibehaltung der Parkplätze auf dem Gemeindehausplatz plus die Erstellung einer Tiefgarage auf Kosten der Gemeinde; an der Optik des jetzigen Dorfzentrums, die wenig attraktiv ist und an einen Hinterhof erinnert, möchte er nichts ändern.
Ein separates Traktandum an der Gemeindeversammlung vom kommenden Montag, aber durchaus im Kontext mit dem Baurechtsvertrag zu sehen ist der Projektierungskredit für einen Anbau des Gemeindehauses. Vorgeschlagen wird, auf der Südseite des bestehenden Gemeindehauses einen Anbau zu erstellen, am besten im gleichen Zug wie das Projekt Nucleus, so dass alle Bauvorhaben zeitlich optimal aufeinander abgestimmt werden können. Ein neues Gemeindehaus ist nötig, weil der Verwaltungsaufwand in der Gemeinde immer grösser wird und seit einiger Zeit auch überkommunale Aufgaben übernommen wurden, was beides zusätzlichen Raumbedarf bedeutet. Ein Abbruch des bestehenden zugunsten eines neuen Gebäudes ist keine Option, schliesslich gehört das altehrwürdige Gemeindehaus zu Meilens Schmuckstücken und soll dank der Realisierung von Nucleus nur umso mehr zur Geltung kommen.