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"Endlich Popstaar"

Blues Max singt, quasselt, frotzelt, erzählt Alltagsgeschichten…


Blues Max startet in die Tourneesaison 2008

Blues Max alias Werner Widmer war im Löwen in Meilen zu Gast. Im Gepäck mit dabei hatte er den Blues, flapsige Sprüche und ein Einmannorchester. Der Kabarettabend war die Vorpremiere zu Widmers neuem Programm «Endlich Popstar».Wenn der Talker und Liedermacher Werner Widmer in sein Blues Max-Kostüm schlüpft, weiss sein Stammpublikum genau, was es serviert bekommt: den Blues, abgeschmeckt mit Komik, Wortwitz und Ironie. Das war für das Publikum im Saal des Löwen ungewohnte Kost, oder besser gesagt: unbekannte Kost. Eine Frau aus den vorderen Rängen sah die bereitgestellten Gitarren und das Wurlitzer-E-Piano und schloss daraus, dass da wohl etwas musikalisches vorgetragen werde. Die Mittwochgesellschaft Meilen hat den Anlass organisiert.Die Frau lag richtig, mindestens zum Teil. Denn Blues Max spielt nicht einfach den Blues, das wäre zu einfach. Blues Max singt, quasselt, frotzelt, erzählt Alltagsgeschichten, bricht jedem Witz mit Traurigkeit die Spitze und schlägt jeder grösseren Emotion mit Ironie auf den Schädel. Blues Max ist der wandelnde Widerspruch, aber so liebt ihn sein Publikum und umgekehrt. Kurzfristig entschied sich der Blueskomiker, an diesem Abend die Vorpremiere seines neusten Bühnenprogramms «Endlich Popstar» zu geben. Darin lässt er sich von Michael Wernli in der Rolle von Elvis dem schweigsamen Landarbeiter auf Elektrobass, Cello und Wurlitzer-Piano begleiten. Mit ihm zusammen wird er im Rahmen des Comedyprojekts «Das Zelt» durch die Schweiz touren. Widmer hat geschaut, dass die Blues Max-Fans auch mit dem neuen Programm voll auf ihre Kosten kommen. Einige Nummern hat er aus älteren Programmen adaptiert, so zum Beispiel der längere Talk, in dem er mit allerlei indiskreten Fragen das Kundenprofil seines Publikums zu evaluieren versucht, die Bluesode an den Cervelat oder die Nummer mit dem Zungenkuss im katholischen Kirchgemeinde-Luftschutzkeller. Alles versiert vorgetragen, harmonisch begleitet auf Slide- und Steelguitar, technisch auf hohem Niveau. Brilliant sind zum Beispiel die unzähligen Spitzfindigkeiten, wenn er die Mechanik des Blues seziert oder, vor allem nach der Pause, wenn er mit der Typologie der (virtuellen) Bandmitglieder zur satirischen Hochform aufläuft.Dass noch nicht alles wie aus einem Guss daherkommt, liegt wohl daran, dass Blues Max und Elvis sich noch nicht auf der Bühne zusammenraufen konnten. Gerade die Blueskomik des Einmannorchesters war in der Vorpremiere noch zu zaghaft.«Endlich Popstar» ist eine Entdeckung für alle, die Blues Max noch nie gesehen haben und ein sicherer Unterhaltungswert für alle Aficionados. Beim Aufstehen nach den Zugaben antwortet die Dame aus den vorderen Rängen auf die Frage, ob es ihr denn gefallen habe: die Lustigen seien ihr sonst suspekt, aber der hier habe ihr gut gefallen. Dieses Kompliment reichen wir gerne dem Blues Max weiter.Konzertdaten Blues Max auf www.bluesmax.ch; und www.daszelt.chDaniel MüllerBildlegi:Blues Max singt, quasselt, frotzelt, erzählt Alltagsgeschichten…    Foto: zvg

Hardmeier

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