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Viel Erfolg mit «Kleiner Maus»

Virginie Clerc nach ihrem Erfolg an den Schweizermeisterschaften in Biasca

Ein Eiskunstlauf-Talent am Zürichsee

Sie fuhr Anfang Jahr die beste Kür der Junioren-Schweizermeisterschaft: Virginie Clerc ist eine ambitionierte junge Eiskunstläuferin und wohnt seit einigen Monaten in Meilen.Vom Dorf Meilen selber habe sie noch gar nicht so viel gesehen, meint die 16-Jährige in ihrem charmanten Deutsch mit französischem Akzent, aber das wenige gefalle ihr sehr gut. Virginie hat kaum Freizeit: Die junge Eiskunstläuferin ist erst im Herbst 2007 aus ihrem Elternhaus in Romont (FR) ausgezogen, mit dem klaren Ziel, sich sportlich weiterzuentwickeln. Dies, so ist sie überzeugt, gelingt ihr momentan am besten im renommierten Eislaufclub Küsnacht, wo Richard Leroy und Cornelia Diener unterrichten. Leroy ist ehemaliges Mitglied der französischen Eiskunstlauf-Nationalmannschaft und ein erfahrener Trainer, der sich vor allem um Virginies Sprünge und Pirouetten kümmert. Cornelia Diener, mehrfache Schweizermeisterin im Eistanzen, trainiert die besten Eistanzpaare der Schweiz und feilt mit Virginie an der Choreographie zu ihrer Kür.Mit Erfolg: An der Junioren-Schweizermeisterschaft Anfang Jahr in Biasca belegte Virginie Clerc mit nur einem Punkt Rückstand auf ihre Küsnachter Kollegin Romy Bühler den zweiten Gesamtrang. Die Konkurrenz folgte mit grossem Respektabstand. Das beweist, dass der Eislaufclub Küsnacht tatsächlich über sehr gute Trainer verfügt – und auch über begabte und ambitionierte Schülerinnen und Schüler.Virginie besucht jeweils vormittags eine Sprachschule in Zürich, um Deutsch zu lernen, am Nachmittag trainiert sie eine bis zwei Stunden. «Ich erlebe Virginie als ruhige, aufgestellte, zielstrebige Persönlichkeit und finde, dass sie Ausserordentliches leistet», sagt ihre Meilener Gastmutter Andrea Hauser, die selber drei Kinder in Virginies Altersklasse hat (die aber alle kein grosses Interesse an Eiskunstlauf zeigen). Die Familie empfindet den Kontakt zur Welschen als Bereicherung, auch wenn sie tagsüber meist in der Schule oder am Trainieren ist und übers Wochenende nach Hause zu ihren Eltern fährt. «Manchmal bleibt mir nur noch, sicherzustellen, dass sie wenigstens einmal am Tag etwas Rechtes isst», lacht Andrea Hauser.Das nächste Ziel der Vize-Juniorenmeisterin ist der so genannte Gold-Test, um in die Kategorie «Elite» aufzusteigen. Die Erstklassierten der Elite vertreten die Schweiz in der Regel an Europa- und Weltmeisterschaften und an der Olympiade. Es liegt also noch viel Arbeit vor Virginie und «kleiner Maus». «Kleine Maus» ist ihr Maskottchen, ein Plüschtier, das sie seit bald zehn Jahren zu allen Wettkämpfen begleitet und bisher gute Arbeit geleistet hat, denn Virginie Clerc ist weiterhin voller Elan. Nicht einmal einen besonders gefürchteten Sprung kann sie nennen: «Schwierig sind alle, aber trotzdem, ich liebe Eiskunstlauf», sagt sie, «es ist ein sehr schöner Sport, wo man Kunst, Kraft und Nervenstärke vereinen kann.»Virginie wird aller Voraussicht nach noch eine Weile in Meilen bleiben. Im Sommer wird sie auch die Gelegenheit haben, endlich ausgiebig im Zürichsee schwimmen zu gehen. Im Herbst hat es nach ihrer Ankunft gerade noch zu einer kurzen Runde gereicht, bevor es zu kalt wurde. «Den See empfinde ich schon als etwas Spezielles», sagt das junge Eislauftalent, «in Romont haben wir nämlich keinen.»(ka)LEGIVirginie Clerc nach ihrem Erfolg an den Schweizermeisterschaften in Biasca   


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