AZ Meilen · Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Mit Verdis Freiheitshymne aus Nabuccos Gefangenenchor «Va’, pensiero» haben am Dreikönigstag über hundert Meilemerinnen und Meilemer auf das neue Jahr angestossen.
Der Meilemer Startenor Andri Calonder von den Swiss Tenors füllte mit seiner vollen, klaren Stimme den Gewölbekeller des Restaurants Löwen und machte diesen überraschend zur Konzerthalle. Gebannt lauschte Jung und Alt den eingängigen, in eindrücklich hoher Qualität vorgetragenen Melodien des grossen italienischen Komponisten Verdi, welche jeweils mit begeistertem Applaus verdankt wurden.
Fabiana Theus Simoni fiel die schöne Aufgabe zu, den in Meilen wohnhaften Künstler und seine hochkarätige Piano-Begleitung Corina Gieré mit ihren eindrücklichen Lebensläufen vorzustellen. Einmal mehr war es möglich, am Neujahrsapéro in Meilen Musik auf höchstem Niveau zu geniessen.
Vor und nach der Darbietung spielten kleine Königinnen und Könige – am Morgen frisch gekürt dank Dreikönigskuchen – mit ihren Kronen für einen Tag, währenddem die Erwachsenen in lockerer Atmosphäre auf das neue Jahr anstiessen und für 2008 nur das Beste wünschten. Dank der grosszügigen Unterstützung verschiedener Sponsoren aus dem Meilemer Gewerbe konnte mit Wein, Orangensaft, Häppchen und Dreikönigskuchen einmal mehr ein würdiger Rahmen für den Jahresstart geboten werden.
In einer kurzen Ansprache dankte Cordula Kaiss, die Präsidentin der den Neujahrsapéro organisierenden FDP Meilen, für das gute Einvernehmen aller politischen Parteien zum Wohl der ganzen Gemeinde. Sie blicke auch darum zuversichtlich auf das neue Jahr, welches konstruktive Auseinandersetzungen und Veränderungen mit sich bringen werde.
Mit einem Zitat des Literaturnobelpreisträgers Elias Canetti fasste sie ihre Gedanken kurz zusammen: «Man weiss nie, was daraus wird, wenn die Dinge verändert werden. Aber weiss man denn, was draus wird, wenn sie nicht verändert werden?»
Die Vorfreude auf das noch junge Jahr 2008 kam in der Zugabe der beiden Künstler nochmals in Form des neapolitanischen «O sole mio» von Eduardo di Capua zum Ausdruck. Viele Anwesende begleitete die Melodie des Gassenhauers danach noch den ganzen Abend über: Mit dieser «Sonne» im Ohr lässt sich gut ins neue Jahr starten.
Nun leerte sich der Gewölbekeller langsam. Beim Ausgang durften die Gäste noch ein kleines Geschenk, ein feines Gebäck in der Form einer Acht, nach Hause nehmen.
(fdp)