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Ein Fall für die Theatergruppe Bergmeilen

Lady Elisabeth Bellingham (Lotty Siegrist) und Privatdetektiv John Stanky (Armin Weber) rätseln am Erpresserbrief herum.

Première des neuen Stücks am 13. März
 

Mit der Aufführung eines Krimis hat sich die Theatergruppe Bergmeilen einer neuen Herausforderung gestellt. Ein Augenschein zeigt: Sie wird den Fall mit Bravour und Witz lösen.
Bis zur Première gilt es für das neunköpfige Ensemble, den Text zu vertiefen und zweimal wöchentlich auf der Bühne im Gasthof Löwen an Aussprache und Details zu feilen. Sei es eine Geste, die Mimik, das Sprechtempo, die Tonalität, die Position oder anderes mehr. «Es ist jedes Jahr von Neuem ein grosser Krampf», betont Elisabeth Köng, die seit 18 Jahren mitspielt, und sie frage sich jeweils, warum sie sich diese Anstrengung wieder antue. Doch mit der Première und den weiteren Aufführungen folgt die grosse Belohnung: Die Begeisterung des Publikums über eine gelungene Vorstellung.
Massgeblich mitverantwortlich für eine erfolgreiche Aufführung ist bekanntlich die Regie. Sie liegt dieses Jahr in den Händen von Ruedi Widtmann. Er ist unter anderem künstlerischer Leiter beim Zentralverband Schweizer Volkstheater (ZSV) und führt ein eigenes Theater. Über die Theatergruppe Bergmeilen sagt er: «Sie zeichnet sich wirklich als Gruppe aus und besteht nicht etwa aus lauter Individuen, die sich alleine auf der Bühne behaupten wollen.» Als Regisseur freut er sich über ihre grosse Bereitschaft, Neues aufzunehmen und auszuprobieren. Und wo sieht er den grössten Handlungsbedarf? «Der Text muss besser fliessen, und das Spiel miteinander funktioniert noch nicht optimal, da kann man noch viel ausreizen», erklärt er.

Erpressung in noblen Kreisen

«Mord mit Stammbaum» heisst das neue Stück der Theatergruppe Bergmeilen, welche erstmals einen Krimi aufführt. Er spielt in New York, in der Zeit der 1930er Jahre. Elisabeth Bellingham (Lotty Siegrist), geborene Winston und eine Lady durch und durch, wird erpresst. Ausgerechnet John Stanky (Armin Weber), ein zweitklassiger Privatdetektiv, erhält den Auftrag, diesen mysteriösen Fall aufzuklären. Seine Auftraggeberin, Alice Sutherland-Winston (Susy Auckenthaler), verwechselt ihn mit einem Star seines Fachs: «Me seit Ihr siged de Bescht.» Der klugen, hübschen Geschäftsfrau und dem fetten Honorar kann Stanky nicht widerstehen. Das anstehende Familientreffen ist eine gute Gelegenheit, sich als angeblicher Verlobter von Alice ein Bild der Lage zu verschaffen. Doch das Benehmen des allzu bürgerlichen Privatdetektivs in der Welt der Aristokratie scheint alles andere als erfolgversprechend.

Rollen überzeugend besetzt
Die Zuteilung der Rollen behielt sich Ruedi Widtmann vor. Ein Novum für die Darstellerinnen und Darsteller, doch der Probenbesuch bestätigt: Sie überzeugen allesamt in ihren Rollen. Angefangen bei den drei vorgängig erwähnten Protagonisten über Stankys aufgeweckte Sekretärin Olivia Shoemaker (Katherine Ruoss), den tattrigen Butler Alfred (Sepp Züger) und die furchtbar neugierige Hausangestellte Claire (Gisela Brodbeck) bis hin zum snobistischen Thomas Winston (Fredi Kupferschmid) und seinen Schwestern: die strenge, jüngferliche «Mecker-Tante» Ashley Winston (Elisabeth Köng) und die leicht verwirrte, gutherzige Helen Winston (Grety Leuzinger).
Eine weitere Besonderheit für die Theatergruppe ist dieses Jahr das sogenannte «Freeze» oder Einfrieren. Die Akteure erstarren in ihrer Bewegung und deuten damit einen Wechsel an: Den Wechsel vom Spiel zur Erzählstimme, die das Publikum durch das Stück führt, und umgekehrt. Je genauer sie das Einfrieren schaffen, desto verblüffender wirkt es auf die Zuschauer.

Vorverkauf läuft

Tickets sind erhältlich unter www.theatergruppe-bergmeilen.ch oder bei der Drogerie Roth, Dorfstrasse 84 sowie telefonisch unter 043 222 39 79 (Montag bis Freitag, 9 bis 11 Uhr und 14 bis 16 Uhr). Première ist am Freitag, 13. März, im Gasthof Löwen. Weitere Aufführungen am Sonntag, 15. März, sowie Donnerstag bis Sonntag, 19. bis 22. März. Vorstellungsbeginn ist um 20 Uhr, sonntags um 17 Uhr. Die Plätze sind nummeriert und kosten 25 bzw. 10 Franken (Kinder).


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