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Vom längsten Tunnel an die Meilemer Nationalfeier

Renzo Simoni ist seit 2007 CEO der Alptransit Gotthard AG. Vor gut sieben Jahren war er als Schulpfleger Baukommissionspräsident beim Schulhausneubau Obermeilen.

Alptransit-Chef Renzo Simoni ist Festredner

In Meilen war er als Schulpfleger verantwortlich für den Neubau der Primarschule Obermeilen. Heute ist er Chef von Alptransit und damit Herr über ein Milliarden-Bauwerk: Renzo Simoni verspricht als Redner zum 1. August eine sehr persönliche Ansprache, in der auch der Gotthardtunnel ein Thema sein wird.
Mit Renzo Simoni konnte Gemeindepräsident Christoph Hiller wie gewohnt einen hochkarätigen Redner für den Nationalfeiertag verpflichten – letztes Jahr sprach Opernstar Diana Damrau, 2013 war es der Feldner Wirtschaftsprofessor Reiner Eichenberger gewesen, im Jahr davor Armeechef André Blattmann.

Chef über einen Rekordtunnel

Und dieses Jahr nun also Renzo Simoni. Der in Ilanz (GR) aufgewachsene, 54-jährige Dr. sc. techn. ETH hat als CEO von Alptransit Gotthard AG, der SBB-Tochter und Bauherrin der Neat, die Verantwortung über ein Milliardenprojekt – und über ein Rekord-Bauwerk. Der Gotthard-Basistunnel wird mit seinen 57 Kilometern der längste Tunnel der Welt sein, und es dauert gar nicht mehr lange, bis er fertig ist: Die Eröffnung ist für den 1. Juni 2016 mit einem Staatsakt geplant, wie Bundesrätin Doris Leuthard, SBB-Chef Andreas Meyer und Renzo Simoni vor zwei Monaten in Luzern offiziell bekannt gaben, als sie den Countdown bis zu den Eröffnungsfeierlichkeiten starteten.

Lieblingsorte Ländeli, Tennisplatz, Leuegärtli

Luzern ist auch Renzo Simonis Arbeitsort; er pendelt von Meilen zum Alptransit-Sitz. Oft ist er unterwegs in den Kantonen Uri, Graubünden und Tessin und natürlich auch in Bern beim Bund. Ein Umzug näher zum Tunnel war jedoch kein Thema: Meilen ist dem gebürtigen Bündner, der mit seiner Familie Im Veltlin wohnt, ans Herz gewachsen. «Die schöne Lage, die Zentrumsleistungen, das vielfältige Vereinsleben, der Pfannenstiel und der See und das kulturelle Angebot gefallen mir», sagt er.
Und über die Anfrage vom Gemeindepräsidenten, die 1.-August-Rede am See zu halten: «Es ist mir eine Freude und Ehre zugleich, zu den Meilemern zu sprechen.» 2002 bis 2008 engagierte sich Renzo Simoni in Meilen auch politisch, indem er als FDP-Schulpfleger den 30 Millionen Franken teuren Neubau des Schulhauses Obermeilen kontrollierte – was im Vergleich zu den 12 Milliarden, um die es bei der Neat geht, natürlich relativ wenig ist.
Am ehesten trifft man ihn im Ländeli am See oder im Leuegärtli, oder dann am Pfannenstiel - «zu Fuss oder auf dem Mountie». Auch auf der Allmend ist er regelmässig zu sehen, beim «Fänen», weil eine seiner Töchter Fussball spielt. Und manchmal auf der Hürnen beim Tennisspielen. Renzo Simoni ist sportlich. Als 2010 der Etappensieg des Durchstichs im Tunnel gefeiert wurde, gönnte er sich zum Lohn die Teilnahme am New Yorker Marathon.

Es ist nicht die erste Festrede
Als Festredner zum Nationalfeiertag hat er übrigens Erfahrung: Er hat schon in Sedrun, also praktisch direkt über dem Tunnel-Loch, auf Rätoromanisch zur Festgemeinde gesprochen und auf Italienisch in Bellinzona. Und weil das Schweizer Jahrhundert-Bauwerk Gotthard-Basistunnel im In- und Ausland auf enormes Interesse stösst, hält er oft Projektpräsentationen vor ganz unterschiedlichem Publikum: Bei offiziellen ausländischen Besuchen, vor dem Bundesrat, vor Parlamentarieren, vor Service-Clubs. Es gab auch schon Einladungen von Schweizer Botschaften, so etwa im Oman, in Südamerika oder in Deutschland.
Die Meilemer Ansprache wird, so verspricht er, «sehr persönlich sein. Ich werde über meinen Bezug zum 1. August, zu Meilen und zur Schweiz sprechen. Natürlich wird es auch einen Bezug zum Gotthard-Basistunnel geben.» Vom See bis zum Fels – man darf sich auf eine interessante Tour d’Horizon durch die Schweiz freuen.

Gumpi-Zelt und Feuerwerk

Bundesfeier 2015: Beginn um 11.00 im Festzelt am See beim Fährensteg mit der Festrede von Renzo Simoni. 13.00 bis 18.00 Uhr Gumpi-Zelt für Kinder, ab 19.00 Uhr Unterhaltung mit dem Trio «Destiny». Höhenfeuer an der Mittelbergstrasse ab 22.00 Uhr. 22.30 Uhr grosses Feuerwerk auf dem See. Festwirtschaft: The Singing Sparrows.


Aus dem aktuellen Inhalt

  • Programm am Nationalfeiertag
    Die Meilemer 1. August-Feier findet traditionellerweise auf der Seeanlage beim Fährensteg statt. Um 11.00 Uhr beginnt die offizielle Veranstaltung.
    Als Festredner wird Dr. Renzo Simoni empfangen. Musikalisch umrahmt wird die Feier durch das Quartett «Fanfare Terrible» aus Meilen. Anschliessend offeriert die Gemeinde einen Apéro. Während des Nachmittags steht das Gumpi-Zelt für die Kinder bereit. Abends steigt das traditionelle 1.- August-Fest. Die Singing Sparrows führen eine attraktive Festwirtschaft. Zwischen 19.00 und 24.00 Uhr sorgt das «Trio Destiny» für vielseitige Unterhaltung: von Jive, Jazz, Rock, Funk, Volksmusik, Mundart, Top 40, Swing, Soul, Latin bis hin zu Popmusik.
    Um 22.00 Uhr wird bei der Familie Schmid an der Mittelbergstrasse, oberhalb der Hohenegg, das Höhenfeuer entfacht. Einen weiteren Höhepunkt des Nationalsfeiertags bildet das Feuerwerk. Es wird um 22.30 Uhr vom See aus gezündet.
  • Meilen besiegte Uetikon
    Am 10.Juli war es endlich soweit: Der erste «Ryder Cup» zwischen Golfern der Gemeinden Meilen und Uetikon am See fand bei strahlendem Sonnenschein im Golfclub Ybrig statt.
    60 Golferinnen und Golfer standen sich bei einem spannenden Wettkampf gegenüber – ähnlich wie es die weltbesten Profis aus Europa und Nordamerika beim echten Ryder Cup tun. Dieser wird alle zwei Jahre ausgetragen und ist das bekannteste Mannschaftsgolfturnier der Welt.
  • Jubliläumskonzert der JUMU Pfannenstiel
    Am ersten Sonntag im Juli bestritt die Jugendmusik Pfannenstiel ihr Konzert zum 25-Jahre-Jubiläum. Nachdem die Sonne den ganzen Tag  lang auf das für den Anlass aufgebaute Festzelt auf dem noch nicht eingeweihten Dorfplatz in Meilen gebrannt hatte, war die Hitze auf der Bühne deutlich zu spüren.
  • Sommerfest der Bergwacht
    Die Bergwacht lud am ersten Samstag im Juli wieder zu ihrem traditionellen Sommerfest. In gemütlichem Rahmen und unter besten meteorologischen Bedingungen wurde gesungen, gegessen und bis tief in den tropischen Abend hinein gefeiert.
  • Schneller als gedacht
    Eigentlich wollte die Mobiliar Meilen erst für 2016 ein eigenes Team aus Mitarbeitern für den Gigathlon zusammenstellen – also für nächstes Jahr. Aber es kam alles anders.