AZ Meilen · Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
Erscheint jeden Freitag · Bahnhofstrasse 28, 8706 Meilen, Telefon 044 923 88 33 · info juhui.antispam@protection.nospam meileneranzeiger.ch

Erstes Openair Meilen: Nass, aber sympathisch
Am letzten Samstag stieg das erste Openair Meilen in der Seeanlage. Die Bands waren toll, das Wetter spielte verrückt.
Noch bevor die Meilemer Band One Page Back um 20 Uhr als dritter von sechs Acts loslegen konnte, öffnete der Himmel seine Schleusen. Sogar auf der von drei Seiten geschützten, überdachten Profi-Bühne wurde es immer feuchter. Nach ein paar Minuten beschlossen die fünf Jungs, die seit 2004 gemeinsam selbst komponierte Musik machen, es sei genug gewartet. Ihr Sound klang denn auch im Dunkeln toll – neben zu viel Wasser gab es nämlich zu wenig Licht: partieller Stromausfall, der aber später behoben wurde.
Manche der Zuhörerinnen und Zuhörer nahmen den Regen sportlich als willkommene Abkühlung, andere zogen sich vorübergehend unter ein schützendes Dach zurück. Gute Laune indes hatten alle, was sicher auch am familiären Umfeld und der überschaubaren Besucherzahl dieses ersten Openairs Meilen lag.
Neben One Page Back traten fünf weitere Bands auf, darunter die überraschend professionell aufspielenden Rocker «Klirrfaktor», vier Jungs im Alter von 13 bis 14 Jahren, die schon an Nachwuchsband-Wettbewerben von sich reden gemacht haben. Stargäste waren die Zürcher Hiphop-Musiker Samurai und P. Moos, die öfters im Musik-TV zu sehen sind und auch schon eine eigene CD herausgegeben haben.
Übrigens: Das Konzert war nicht nur eine Plattform für junge Bands, sondern auch eine Benefizveranstaltung. Zehn Prozent des Eintrittspreises gingen als Beitrag zum Klimaschutz direkt an Brot für alle/HEKS für die Aufforstung von Mangrovenwäldern in Bangladesch.
Das Openair wurde auf die Beine gestellt von der Jugendarbeit der reformierten Kirchgemeinde, dem CLJK (Club lebendiger Jugendlicher in der reformierten Kirchgemeinde Meilen) sowie der Jugendarbeit der Gemeinde. Nicht auszuschliessen ist, dass es nächstes Jahr eine Neuauflage gibt – hoffentlich mit mehr Zuhörern und weniger Regen.
(ch/ka)