AZ Meilen · Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
Erscheint jeden Freitag · Bahnhofstrasse 28, 8706 Meilen, Telefon 044 923 88 33 · info juhui.antispam@protection.nospam meileneranzeiger.ch

Die «RebBurg» soll im Mittelpunkt stehen

«RebBurg» wird verwirklicht: Vorgeschlagen wurde die Kreisel-Zierde aus Stahl vom jungen Architekten Michael Krähenmann aus Obermeilen.

Bau eines Kreisels an der Kreuzung Berg- und Charrhaltenstrasse

Wer sich Meilen vom Zürcher Oberland her nähert, passiert in aller Regel die Kreuzung Bergstrasse/Charrhaltenstrasse. Um die als gefährlich bekannte Stelle zu entschärfen, soll dort ein Verkehrskreisel gebaut werden – und zwar einer, der Meilen alle Ehre macht.
Die Bauherrschaft des Kreisels teilen sich der Kanton Zürich, Meilen und Uetikon am See; Baubeginn soll im Herbst 2012 sein. Bei einem optimalen Bauablauf kann der neue Kreisel im Sommer 2013 eingeweiht werden.

17 Vorschläge für die Gestaltung des Kreisels

Der Gestaltung des Kreisels am Eingangstor von Meilen soll besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet werden. Deshalb führte der Gemeinderat einen Ideenwettbewerb durch, an dem sämtliche Einwohnerinnen und Einwohner von Meilen, Berufstätige in Meilen oder in Meilen ansässige Unternehmungen teilnehmen konnten.
Insgesamt nahmen zwölf Parteien teil, die 17 verschiedene Vorschläge eingaben Die Vorschläge waren durchwegs sehr innovativ und ansprechend, was der Jury – Christoph Hiller, Gemeindepräsident; Beat Hodel, Gemeinderat, Ressortvorsteher Natur, Kultur und Gesellschaft und Rafael Perez, Leiter Tiefbau, Umwelt und Landschaft – die Arbeit alles andere als leicht machte. Einige Teilnehmende reichten Modelle ein, andere Fotomontagen.

Ineinander verzahnte Stahlplatten

Den ersten Preis vergab die Jury für  «RebBurg», vorgeschlagen vom jungen Architekten Michael Krähenmann von mk arch GmbH aus Obermeilen. Der erste Preis ist mit einer Preissumme von 5'000 Franken dotiert und der Gewinner ist berechtigt, den Vorschlag in Zusammenarbeit mit der Gemeinde umzusetzen.
Bei RebBurg werden die Merkmale des Wappens von Meilen in einer Skulptur symbolhaft dargestellt. Zwei ineinander verzahnte Cortenstahlplatten stellen die Burg Friedberg dar. Durchbrochen wird die starre Fassade mit 43 Sternen je Turm. Die Reben, die durch das Tor der Burg führen, stellen den Dreiberg dar. In der Nacht wird die RebBurg durch LED-Scheinwerfer inszeniert.
Das Projekt hat die Jury vor allem deshalb überzeugt, weil die Skulptur ebenso spannend inszeniert wie ästhetisch gestaltet ist und dank einem hohen Wiedererkennungswert eine starke Identifikation mit Meilen aufweist.
Der 29-jährige, in Obermeilen ansässige Michael Krähenmann hat sich nach dem Architekturstudium in Chur im Jahr 2011 selbstständig gemacht. Das erste grössere Projekt, das er umsetzen durfte, war der neue Showroom der Krähenmann Autocenter AG in Obermeilen.
Der Preis im 2. Rang und die Preissumme von 2'000 Franken ging an Thomas Steiger von der Burg-Schlosserei. Thomas Steiger schlug eine blaue Glaskonstruktion vor, die den See darstellt. Aus dieser ragen vier Glasbalken in den Farben der Gemeinde Meilen.
Die Planergemeinschaft Stark – Büro für Bau- und Planungsrecht und Dardelet GmbH – Büro für Landschaftsarchitektur sicherte sich den 3. Rang und die Preissumme von 1'000 Franken. Sie schlugen eine ringförmige Mauer aus Glasbausteinen in den Farben von Meilen vor.
Weitere nicht rangierte Teilnehmer waren Top Garten GmbH, TMW Design Lab, Samowar, Giordana Schmid-Fontanella, David Jenny, raderschallpartner ag, Biorana GmbH Naturgärten, Ruedi Wunderli und Ars Vivendi.
Die Gesamtkosten des Kreisels belaufen sich gemäss dem Kostenvoranschlag des planenden Ingenieurbüros auf 1'480'000 Franken. Sie werden von den drei beteiligen Parteien Kanton Zürich, Meilen und Uetikon am See getragen. Die Bewilligungen der Kostenbeteiligungen von 616'875 Franken der Gemeinde Meilen und von 186'875 Franken der Gemeinde Uetikon am See als gebundene Kosten sind durch die beiden Gemeinderäte erfolgt.

Petition abgelehnt
Ende März 2012 haben 46 Personen der Gemeinde Meilen eine Petition «Für ein Trottoir an der Bergstrasse von der oberen Weidstrasse bis zum Kreisel (Grüt/Charrhaltenstrasse)» eingereicht.
Der Gemeinderat hat die Petition geprüft und entschieden, auf die Petition nicht einzutreten. Aufgrund der bestehenden idealen Fusswegverbindungen in der nahen Umgebung (Im Grüt und Weidstrasse) und den fehlenden Frequenzen ist der Bedarf aus Sicht des Gemeinderates nicht ausreichend gegeben. Zudem sind die ausgewiesenen Kosten für die Erstellung des Gehweges, die vollumfänglich von der Gemeinde Meilen getragen werden müssten, nicht verhältnismässig im Bezug zum unbestrittenen Nutzen für ein paar wenige Bewohner der Gemeinde Meilen.
Die Ausgaben für die Erstellung des Gehwegs, der nicht im kommunalen Richtplan eingetragen ist, sind nicht gebunden. Sie belaufen sich auf ca. 310'000 Franken und fallen somit nicht in die Kompetenz des Gemeinderats, sondern in jene der Gemeindeversammlung.
Die Projektleitung des Kantons unterstützt die Idee eines Gehweges. Aus diesem Grund – und auch, weil der Gehweg entlang einer Staatsstrasse liegt – hat der Gemeinderat von Meilen im Rahmen der Auflage des Bauprojekts gemäss § 16 Strassengesetz die Baudirektion Kanton Zürich eingeladen, den Gehweg auf eigene Kosten zu realisieren.


Aus dem aktuellen Inhalt

  • Brückenschlag im Beugenbachtobel
    Über 250 Meter Tragseile, etwas mehr als 140 Meter Erdanker, ein paar Tonnen Stahl und Beton sowie fünf Kubikmeter Holz für den Gehweg: Daraus wird die neue Fussgänger-Hängebrücke über den Beugenbach erstellt. Seit Mitte April wird gebaut. Zuerst wurden die Pfähle für eine sichere Brückenverankerung gesetzt, anschliessend wurden die Fundamente mit den Brückenpylonen betoniert.
  • Kunst-Frühlings-Apéro
    Am Samstag ab 14 Uhr findet auf dem Meilemer Werkhof Burg ein Kunst-Frühlings-Apéro statt. Mit Sibylle Pasche, Andrea Stahl und Béatrice Nyffeler.
    Frisch, farbig, frühlingshaft und mit einer exotischen Note kommt diesmal der alljährliche Tag der offenen Tür im Atelier von Sibylle Pasche daher. Es können auf dem Werkhof Burg neben neuen Steinskulpturen von Sibylle Pasche auch die neusten Designobjekte der kürzlich ins Leben gerufenen Stahlfactory GmbH, Aarburg bewundert werden. Kulinarisch wird der Anlass von Béatrice Nyffeler begleitet. Sie verwöhnt die Besucher mit einem sinnlich-würzigen Imbiss.
    Der Anlass findet draussen und deshalb nur bei gutem Wetter statt.
  • Bilder und Schmuck aus südamerikanischer Inspiration
    Ein weiteres Mal sind Benno Fognini und Elvira Wettstein mit ihren Bildern und Schmuckkreationen in der Feldner Kulturschiene zu Gast. Vernissage: Freitag, 18. Mai ab 17 Uhr. Die Ausstellung dauert bis am 27. Mai und ist jeweils von Freitag bis Sonntag von 12 bis 19 Uhr geöffnet, Montag bis Donnerstag auf Voranmeldung (079 395 31 03 oder 078 851 20 31).
    www.elvirawettstein.ch, www.Benno-Fognini.ch
  • Das Spital Männedorf will eine AG werden
    Das Spital Männedorf wird heute von einem Zweckverband betrieben, dem auch die Gemeinde Meilen angehört. Am dritten Juni-Wochenende wird an der Urne über die Umwandlung des Spitals in eine Aktiengesellschaft abgestimmt.
    Hintergrund der Abstimmung sind der fortschreitende Wandel im Gesundheitswesen und die einschneidenden Veränderungen in der Spitalgesetzgebung und -finanzierung (SPFG), die per Anfang 2012 erfolgt sind.