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Zivilschutzübung für Waldweiher und Schulkinder

Thomas Steiger, Sicherheitsvorstand; Michael Weber, Leiter Sicherheitsabteilung; Daniel Manser, Sicherheitsabteilung (alle Meilen); Ernst Frei, Sicherheitsvorstand und Peter Neuenschwander, Leiter-Stv. Tiefbau/Werke Herrliberg; Nico Schweyer, Kommandant Zivilschutz Region Meilen (hinten v.l.). Vorne Pioniere der Zivilschutz Region Meilen.

Kanton überprüfte das Kader

 

Die Zivilschützer der ZSO Region Meilen stellten vergangene Woche ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis. Nicht nur die Übungsteilnehmer sind mit dem Ergebnis zufrieden.
Gegen 6 Uhr morgens klingelten am letzten Dienstag im Juni die Telefone von etlichen Zivilschutzangehörigen. Wegen der unzähligen Unwetter in den vergangenen Wochen war die Feuerwehr auf die Unterstützung des Zivilschutzes angewiesen. Eine Strasse musste von rund 20 umgefallenen Bäumen befreit werden, gleichzeitig benötigten zwei Primarschulklassen Unterschlupf und Betreuung.
So lauteten die ersten Aufträge an Einsatzleiter Robin Graetz. Was – gerade in einem Sommer wie dem aktuellen – durchaus Realität sein könnte, war die von Kommandant Nico Schweyer gut durchdachte Einsatzübung «Riforma III». In einem kleinen Team wurde sie seit Monaten vorbereitet, jedoch nur soweit geplant, dass die beübten Kaderpersonen genügend Spielraum für ihre eigenen Entscheidungen hatten. Zum Schluss wurden die einzelnen Leistungen durch fünf Vertreter des Kantons Zürich begleitet und bewertet.
Nach dem Eintreffen der Mannschaft machten sich die Pioniere auf den Weg in den Wald oberhalb Toggwil, um dort die von umgekippten Bäumen übersäte Strasse wieder befahrbar zu machen. Vor Ort durfte man wie so üblich auf die Mithilfe des Gemeindeförsters Alexander Singeisen zählen. Die vielen Übungsstunden an den Geräten und im Unterholz zahlten sich aus: Die Arbeiten gingen rasch und fachgemäss voran, sodass Kommandant-Stellvertreter Lorenz Germann bald den Folgeauftrag erteilen konnte, den er noch in petto hatte. Kurze Zeit ging es deshalb in Herrliberg in Nähe des Feuerwehrdepots weiter, wo man lose Steinbrocken im Räbhaldenbach wieder befestigte.
Gleichzeitig erlebten die Angehörigen der Formation Betreuung einen wohl nicht weniger anstrengenden Tag. Die beiden Schulklassen 2b und 5b der Schule Feldmeilen mussten schnellst möglich evakuiert und betreut werden. Die knapp 50 Kinder wurden namentlich erfasst und anschliessend in den Kindergarten Im Veltlin umquartiert. Nun galt es, Znüni und Zmittag für alle zu organisieren. Eine grosse Herausforderung für die Logisitk. Einerseits erhielt das dreiköpfige Küchenteam um acht Uhr morgens die Anweisung, für eine zu dieser Zeit noch unbekannte Anzahl Personen einen Znüni sowie ein Mittagessen zuzubereiten. Andererseits kämpfte die Transportzentrale mit einem Fahrzeugengpass. Auch hier legten die Involvierten Höchstleistungen an den Tag: Die Kinder wurden alle zeitgerecht in mit Kindersitzen ausgestatten Zivilschutzbüssli transportiert, der Znüni an sämtliche Arbeitsstationen verteilt, die Köche zum Einkaufen gefahren und schlussendlich jedes der insgesamt 130 inzwischen ziemlich hungrigen Mäuler mit einem ausgezeichneten Riz Casimir inklusive Nachtisch gestopft.
Am Nachmittag unterhielt man die Schulklassen unter anderem mit einer Führung durch den Kommandoposten oder einem Telefonspiel der etwas anderen Art. Fast schon herzzerreissend war dann die Verabschiedung gegen 16 Uhr zurück auf dem Pausenplatz in Feldmeilen. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an die beiden Lehrerinnen Sonja Lemberg und Noemi Feusi
Während am Dienstag ein straffes Programm für die gesamte Zivilschutzorganisation anstand, schuftete etwas abseits des grossen Tumults eine kleine Gruppe von Pionieren während fünf Tagen am Schweisstobelweiher in Herrliberg.
Ortskundigen Spaziergängern dürfte bereits aufgefallen sein, was sich hier in den letzten Tagen alles verändert hat: Die alten Zäune wurden allesamt entfernt. Die vielen Brombeerbüsche wurden gerodet und vereinzelte Bäume gefällt, so dass der Weiher nun besser sichtbar ist. Eine grosse Menge Schlamm wurde abtransportiert und die Weiheroberfläche gereinigt. Zudem sicherte man die Zufahrtsbrücke vor dem Abrutschen und erstellte einen neuen Handlauf. Auch laden nun zwei hübsche, natürliche Holzbänke zum Verweilen ein. Die zehn kräftigen jungen Männer haben also volle Arbeit geleistet und blicken, wie auch die Gemeindevertreter von Meilen und Herrliberg, mit viel Stolz auf das Resultat.


Aus dem aktuellen Inhalt

  • Die Meilemer Gemeindeordnung wird revidiert
    Das aktuell gültige Gemeindegesetz datiert von 1926, als der Kanton mit Ausnahme der beiden Städte Zürich und Winterthur noch weitgehend agrarisch geprägt war. Der Kantonsrat hat am 20. April 2015 eine neue Grundlage des Handelns für die 169 Zürcher Gemeinden geschaffen. Das neue Gemeindegesetz und die (allerdings vom Kantonsrat noch nicht genehmigte) dazugehörige Verordnung treten voraussichtlich auf den 1. Januar 2018 in Kraft.
    Aufgrund des neuen Gemeindegesetzes soll die Gemeindeordnung der Gemeinde Meilen im Jahr 2017 mit Inkrafttreten per Anfang Legislatur 2018–2022 revidiert und auf die neuen übergeordneten Bestimmungen angepasst werden.
  • Ein schönes Fest für alle Sommerfans
    Das erste Sommerfest in der Stöckenweid war genau so sympathisch und liebevoll organisiert wie im November und Dezember jeweils das bekannte Weihnachtszelt.
    Doch diesmal brauchte es kein Zelt, denn der Samstag präsentierte sich sommerlich sonnig, warm und trocken, so dass alle Lustbarkeiten open air über die Bühne gehen konnten. Das beste Umfeld für die vielen bunten Fähnchen, die grün und farbig leuchtenden Blumen aus der Biogärtnerei, die Marktstände und die Sonnenschirm-Bühne mit musikalischer Unterhaltung.
  • Schlagerkönig und Zucchero-Tribute
    Am vergangenen Wochenende gab es im Meilemer Public-Viewing-Zelt an den spielfreien Tagen zwei musikalische Leckerbissen zu kosten. Veranstaltet und präsentiert wurden die beiden Auftritte – am Freitag von Partykönig Matty Valentino, am Samstag von Zucchero-Tribute mit O.I.&B. – von der Energie und Wasser Meilen AG.