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Ende gut, alles gut

Elisa Galliker spielte an der Heimatbuch-Vernissage auf ihrer Harfe. Links aussen Redaktor Hansruedi Galliker, rechts Hanspeter Greb, Präsident der Vereinigung Heimatbuch Meilen.

Der 51. Band des Meilemer Heimatbuchs ist da

 


Am Donnerstag letzter Woche feierte der 51. Jahrgang des «Heimatbuch Meilen» im «Bau»-Keller Vernissage. Im Raum war es kühl, dem Buch wurde ein umso wärmerer Empfang bereitet.
Zwei Tage lang habe sie das altehrwürdige Kellergewölbe des «Bau» an der Kirchgasse mit Öfchen beheizt, um eine Vernissage-würdige Temperatur hinzukriegen, erzählte Marie-Louise Brennwald, Vizepräsidentin der Vereinigung Heimatbuch Meilen, die zur Vernissage geladen hatte. Es wurden auch mehrere Stuhlreihen bereitgestellt, und ein kleines Buffet wartet auf die Besucher.

Ein Ustermer durfte auf Meilemer Hilfe zählen
Der Effort hat sich gelohnt. Präsident Hanspeter Greb und Hansruedi Galliker, der neue verantwortliche Redaktor des Heimatbuches, durften über 70 Vernissage-Gäste begrüssen. Sie blätterten bald schon neugierig im 51. Band des Heimatbuch Meilen, der druckfrisch bereit lag und sogar noch den Duft nach kaum getrockneter Druckerschwärze verströmte.
Froh und auch ein bisschen stolz sei er, dieses erste Heimatbuch als verantwortlicher Redaktor und Nachfolger von Peter Kummer präsentieren zu dürfen, sagte Hansruedi Galliker. Für ihn als Ustermer sei der Einstieg nicht ganz einfach gewesen. Möglich war er überhaupt nur dank der Unterstützung des neu geschaffenen Beirats (u.a. mit Peter Kummer, alt Gemeindepräsident Hans Isler und Vertretern der Wachten), und weil er auf die Erfahrung seiner Mitstreiter zurückgreifen konnte – Grafikerin Sonja Greb etwa gestaltete das Heimatbuch bereits zum zwölften Mal.
Er habe sich tüchtig in die Materie hineinknien und beispielsweise lernen müssen, wie sehr das Meilener Heimatbuch vom Dialog zwischen allen Beteiligten lebe, sagte Galliker. Was eben auch bedeutete, dass alles länger dauerte, als er es sich vorgestellt hatte, und was am Ende dazu führte, dass das Buch statt wie gewohnt im November erst im Januar erscheinen konnte – dafür aber in überzeugender Qualität. «Unser Ziel war, dass das Heimatbuch 2011 neben den bisherigen Heimatbüchern bestehen kann», sagte Galliker.

Themen, die viel mit der Gegenwart zu tun haben
Der Themenmix klingt verheissungsvoll: Zu lesen ist von der Meilemer Dorfkernplanung «zwischen Euphorie und Frust», vom Privatleben von Komponist und Opernhausintendant Rolf Liebermann in Meilen, vom frisch renovierten «Grünen Hof» in Feldmeilen, von der Geschichte des Ortsmuseums Meilen und von vielem anderem mehr. Natürlich gehören auch die beliebte Jahreschronik mit dazu, die Nachrufe und die Statistiken.
Längerfristiges Ziel der Heimatbuch-Crew ist es, vermehrt jüngere Leserinnen und Leser zu gewinnen, ohne deswegen die Stammleser zu verlieren. «Wir möchten in Zukunft Themen aufgreifen, die auch mit dem heutigen Leben in Meilen zu tun haben», sagte Galliker. So ist für das Heimatbuch 2012 beispielsweise ein Beitrag über Meilen als Wirtschaftsstandort geplant, in dem es nicht nur um Historisches, sondern auch um die heutige Situation geht.
Jung ist auch die Künstlerin, die den Abend begleitete: Hansruedi Gallikers Tochter Elisa spielte auf ihrer Harfe mehrere Stücke. Die 16-Jährige, die bereits mehrfach vor Publikum aufgetreten ist, zog ihr Programm trotz eiskalter Hände souverän durch und durfte viel Applaus einheimsen.

Podiumsgespräch an der Heimatbuch-GV

Am 30. Mai steht der nächste Heimatbuch-Termin an: Anlässlich der GV ist wie schon 2011 ein Podiumsgespräch geplant, das sich dem Hauptartikel des nächsten Heimatbuchs widmet. Hansruedi Galliker, der bereits am Heimatbuch 2012 arbeitet, wird sich mit Gästen über den Wirtschaftsstandort Meilen unterhalten.
Zuerst wird nun aber der Band 2011 ausgeliefert. Die 1200 Mitglieder der Vereinigung Heimatbuch Meilen erhalten ihn jetzt per Post zugestellt, er ist aber auch in der Gemeindebibliothek zu kaufen. Der Preis beträgt unverändert 28 Franken. Alte Heimatbuch-Bände zum Preis von 10 Franken sind (teilweise nur in beschränkter Anzahl) ebenfalls in der Bibliothek zu haben.


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